Zu Inhalt springen

Ist Vapen teurer als Rauchen? Ein Kosten-Faktencheck

Michael
Rezension von: Michael

Ist Vapen wirklich teurer als Rauchen – oder wirkt es nur so, weil Hardware, Pods und „Puff-Angaben“ verwirren? Dieser Faktencheck richtet sich an preisbewusste Raucherinnen und Raucher, die eine klare Kostenrechnung wollen, bevor sie den Umstieg auf die E-Zigarette ernsthaft in Betracht ziehen.

1. Rahmenbedingungen: Was darf eine E-Zigarette in Deutschland überhaupt?

Bevor es an konkrete Euro-Beträge geht, lohnt ein kurzer Blick auf die Spielregeln. Die bestimmen nämlich, welche Geräte und Liquids hierzulande legal sind – und damit, was Sie seriös vergleichen können.

1.1 Gesetzliche Limits: Nikotin, Füllmenge, „Riesen-Disposables“

Die europäische Tabakprodukte-Richtlinie (TPD2) setzt für E-Zigaretten klare Obergrenzen. Laut EU TPD darf Nikotin-Liquid in Nachfüllbehältern und Pods maximal 20 mg/ml enthalten; gleichzeitig ist die Füllmenge von Einweg-Geräten und Pods auf 2 ml begrenzt. Diese Vorgaben gelten für alle seriösen Produkte auf dem deutschen Markt.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft setzt diese Regeln im deutschen Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) um. Dort ist unter anderem festgehalten, dass:

  • Nachfüllbehälter und Kartuschen nicht mehr als 2 ml enthalten dürfen,
  • bestimmte Zusatzstoffe verboten sind,
  • kostenlose Verteilung von nikotinhaltigen E-Zigaretten nicht zulässig ist.

Geräte mit extrem hohen Kapazitäten (zum Beispiel sogenannte „5.000-Züge-Disposables“ mit deutlich über 2 ml Inhalt), die online oft auftauchen, sind damit nicht mit deutschem Recht vereinbar. Wer seriös rechnen will, sollte solche Produkte nicht als Referenz nehmen.

1.2 Steuern als Kostentreiber: Warum E-Liquids teurer geworden sind

Seit 2022 werden Liquids für E-Zigaretten in Deutschland speziell besteuert. Die Grundlagen finden sich im Tabaksteuergesetz (TabakStG). Dort ist ein Steuerpfad festgelegt, nach dem die Steuer pro Milliliter Liquid schrittweise ansteigt – beginnend bei 0,16 €/ml und später bis 0,32 €/ml.

Für Sie bedeutet das: Ein Teil des Preises jeder legal verkauften Einweg-E-Zigarette oder jedes Liquids besteht aus Steuern. Angebote aus dubiosen Quellen sind oft günstiger, weil sie diese Abgaben umgehen – mit entsprechenden rechtlichen Risiken (dazu später mehr).

2. Wie viel „Leistung“ bekomme ich von einer Zigarette, einem Disposable, einem Pod?

Um Kosten fair zu vergleichen, braucht es eine gemeinsame Einheit. In der Praxis haben sich zwei Ansätze bewährt:

  • Zigaretten / Rauchmenge pro Tag
  • Züge (Puffs) bzw. verbrauchtes Liquid pro Tag

2.1 Puff- und Volumenheuristiken aus der Praxis

Erfahrene Händler und Umsteiger nutzen einfache Faustregeln, um Verbrauch zu schätzen:

  • Mouth-to-Lung (MTL)-Geräte (typischer Zug ähnelt einer Zigarette): etwa 50–150 Züge pro ml.
  • Direct-Lung (DL)-Setups (offenerer Luftzug, große Wolken): etwa 30–80 Züge pro ml.
  • Herstellerangaben wie „800 Züge“ sind eher Laborwerte. Realistisch sollten Sie mit 60–80 % der angegebenen Puffs rechnen, je nach Zugdauer und Temperatur.

Diese Spannen erklären, warum zwei Personen mit derselben E-Zigarette sehr unterschiedliche Laufzeiten erleben. Wer besonders lange Züge nimmt oder ständig „nuckelt“, verbraucht mehr Liquid – und damit mehr Geld.

2.2 Nikotinstärke und Verbrauch: Der häufigste Anfängerfehler

Ein klassischer Fehler neuer Umsteiger ist, die Nikotinstärke zu niedrig zu wählen. Die Folge: Man dampft deutlich häufiger, um das fehlende Nikotin „aufzuholen“. In der Praxis zeigt sich:

  • Ein 2-ml-Pod mit 20 mg/ml Nikotinsalz reicht vielen leichteren bis moderaten Rauchern (ca. 5–10 Zigaretten/Tag) für etwa einen Tag.
  • Starke Raucher (1 Packung oder mehr) verbrauchen oft mehrere Pods pro Tag oder steigen auf Systeme mit höherem Tagesliquidverbrauch, aber effizienterer Nikotinabgabe um.

Die richtige Nikotinwahl reduziert also nicht nur das Verlangen, sondern stabilisiert auch die Kosten, weil Sie nicht permanent nachziehen müssen.

3. Kostenmodelle im Vergleich: Rauchen vs. Vapen

Nun zur Kernfrage: Was kostet Rauchen im Vergleich zu typischen Vaping-Szenarien wirklich? Die folgenden Rechenbeispiele orientieren sich an Erfahrungswerten vieler Umsteiger und an den oben beschriebenen Verbrauchs-Heuristiken.

3.1 Basisannahmen für den Vergleich

Damit die Zahlen greifbar bleiben, nutzen wir typische Preise und Verbrauchsmengen:

  • Schachtel Zigaretten à 20 Stück: 7 € (Beispielwert; reale Preise je Marke variieren und steigen regelmäßig).
  • Einweg-E-Zigarette mit 2 ml, realistisch ca. 600 Züge: 6 €.
  • Vorbefüllter Pod (2er-Pack, je 2 ml) mit Nikotinsalz: 8 €.
  • Refill-Liquid 10 ml für wiederbefüllbare Pods: 6 €.
  • Hardware-Kits (Basisgerät plus Pods) werden über 6–12 Monate abgeschrieben.

Die Puff-Heuristik: Ein durchschnittlicher ehemaliger Pack-pro-Tag-Raucher kommt mit ca. 250–300 Zügen pro Tag auf ein ähnliches Nicotinniveau wie mit 20 Zigaretten.

3.2 Drei Verbrauchstypen: leicht, mittel, stark

Für den Kostenvergleich nutzen wir drei Personenprofile:

  • Typ A – Gelegenheitsraucher: 5 Zigaretten/Tag
  • Typ B – Durchschnittsraucher: 20 Zigaretten/Tag
  • Typ C – Starkraucher: 30 Zigaretten/Tag

3.2.1 Kosten Rauchen pro Monat

Bei 30 Tagen im Monat ergibt sich folgendes Bild:

Typ Zigaretten/Tag Schachteln/Monat (20 Stk.) Kosten/Monat (à 7 €)
A 5 7,5 ca. 53 €
B 20 30 ca. 210 €
C 30 45 ca. 315 €

3.3 Szenario 1: Nur Einweg-E-Zigaretten (Disposables)

Disposables sind der bequemste, aber in vielen Fällen nicht der günstigste Weg in die E-Zigarette. Nehmen wir an, ein Gerät mit nominell 800 Zügen liefert realistisch 600 Züge und kostet 6 €.

Verbrauch nach Typ (ca. 250 Züge = 1 „Zigaretten-Tag“):

  • Typ A: ca. 60–80 Züge/Tag → 1 Disposable ≈ 7–10 Tage
  • Typ B: ca. 250–300 Züge/Tag → 1 Disposable ≈ 2–3 Tage
  • Typ C: ca. 400–500 Züge/Tag → 1 Disposable ≈ 1–1,5 Tage

Daraus ergeben sich grob folgende Monatskosten:

Typ Disposables/Monat Kosten/Monat
A 3–4 18–24 €
B 10–15 60–90 €
C 20–25 120–150 €

Einordnung:

  • Für Gelegenheitsraucher (Typ A) liegen Disposables klar unter den bisherigen Zigarettenkosten.
  • Für einen Durchschnittsraucher (Typ B) ist die Ersparnis gegenüber Zigaretten oft deutlich, selbst mit reinen Einweg-Geräten.
  • Für Starkraucher (Typ C) sind Disposables meist immer noch günstiger als Zigaretten – aber die Lücke schrumpft. Hier lohnt sich der Blick auf Pod-Systeme.

Als Beispiel für ein bequemes Einweg-Gerät mit sichtbarem Liquidstand und Mesh-Coil kann eine Sorte wie die ELFBAR 800 Blue Razz Lemonade dienen. Solche Geräte zielen darauf ab, mit einem einzigen Produkt einen ganzen Tag oder mehr abzudecken, ohne dass Sie sich um Laden, Befüllen oder Pod-Wechsel kümmern müssen.

ELFA TURBO Refillable Pod 0.8 Ω von Elfbar. Transparenter Kunststoff-Leerpod mit Mesh-Coil.

3.4 Szenario 2: Vorbefüllte Pods + Basisgerät

Pod-Systeme mit vorbefüllten Kartuschen verbinden Komfort mit niedrigeren laufenden Kosten. Sie kaufen das Basisgerät einmalig und ersetzen nur noch die Pods.

Annahmen:

  • Basisgerät mit Akku: 30–40 €, Nutzungsdauer konservativ 12 Monate2,50–3,30 €/Monat.
  • Vorbefüllte Pods: 2er-Pack mit je 2 ml für 8 €, insgesamt 4 ml.
  • Realistisch: 1 Pod (2 ml) entspricht bei 20 mg/ml Nikotinsalz für viele Nutzer ungefähr 1 Zigarettentag (20 Zigaretten).

Verbrauch nach Typ:

  • Typ A (5 Zigaretten/Tag): ca. ¼ Pod/Tag → 1 Pod reicht 4 Tage → ca. 2 Pods/Woche.
  • Typ B (20 Zigaretten/Tag): ca. 1 Pod/Tag → 7 Pods/Woche.
  • Typ C (30 Zigaretten/Tag): ca. 1,5 Pods/Tag → 11 Pods/Woche.

Mit 2 Pods pro Packung ergeben sich:

Typ Pods/Monat Packungen/Monat Pod-Kosten/Monat
A ca. 8 4 32 €
B ca. 30 15 120 €
C ca. 45 23 184 €

Addiert man die anteiligen Gerätekosten (~3 €/Monat), ergeben sich Gesamtwerte von etwa:

  • Typ A: 35 €
  • Typ B: 123 €
  • Typ C: 187 €

Im Vergleich zu den Zigarettenkosten aus Abschnitt 3.2 bedeutet das:

  • Typ A spart rund 18 €/Monat.
  • Typ B spart rund 87 €/Monat.
  • Typ C spart rund 128 €/Monat.

Ein klassisches Beispiel für ein System mit vorbefüllten Pods ist ein Set aus einem kompakten Akkuträger plus Pods wie den ELFA Prefilled Pod Apple Peach. Sie tauschen einfach den Pod aus, wenn Geschmack oder Leistung nachlassen oder der Tank leer ist.

3.5 Szenario 3: Wiederbefüllbare Pod-Systeme (Refill)

Wer bereit ist, selbst Liquid nachzufüllen, kann die laufenden Kosten nochmals deutlich senken. Das Prinzip: Sie kaufen Leer-Pods mit integrierter Coil und füllen diese 5–10 Mal mit 10-ml-Liquid nach, bevor ein Wechsel nötig wird.

Typische Rahmendaten aus dem Handel:

  • Leer-Pod-Doppelpack (2 × 2 ml) mit Mesh-Coil: 8 €.
  • Jeder Pod lässt sich je nach Nutzung bis zu 10× befüllen → 40 ml Liquid-Nutzung pro 2er-Pack.
  • 10-ml-Liquid: ca. 6 €.

Rechnet man diese Zahlen zusammen, ergeben sich Kosten pro ml von grob 0,35–0,45 € (inklusive Podverschleiß), während Disposables durch Steuer, Batterie und Gehäuse eher im Bereich von 2–3 €/ml liegen.

Ein praktisches Beispiel für ein solches System sind nachfüllbare Pods wie der ELFA TURBO Refillable Pod 0.8 Ω (Leer-Pod). Hier zahlen Sie zu Beginn etwas mehr für das Basissystem, senken Ihre monatlichen Ausgaben aber deutlich, sobald Sie regelmäßig Liquid nachfüllen.

Noch einen Schritt weiter gehen leistungsstärkere Kits wie das ELFX Kit Silver Blue, das mit Dual-Mesh-Coils und höherer Ausgangsleistung arbeitet. Solche Geräte richten sich vor allem an Umsteiger, die von Zigaretten auf intensiveren Dampf und fein abgestimmtes Zugverhalten umsteigen wollen und den Verbrauch gut einschätzen können.

3.6 Vergleichstabelle: Rauchen vs. drei Vaping-Szenarien

Die folgende Übersicht fasst die Beispiele zusammen. Es handelt sich um Erfahrungswerte, keine exakten Garantieangaben.

Typ Rauchen/Monat Disposables/Monat Pods (vorbefüllt) Refill-Pods (geschätzt)
A 53 € 18–24 € 35 € 20–25 €
B 210 € 60–90 € 123 € 60–80 €
C 315 € 120–150 € 187 € 90–120 €

Kernaussage:

  • Disposables sind oft schon günstiger als Zigaretten.
  • Vorbefüllte Pods senken die Kosten weiter.
  • Wiederbefüllbare Pods sind in vielen Fällen das günstigste Szenario, insbesondere für starke Nutzer.

4. Versteckte Kosten: Fakes, Steuern, Entsorgung

Viele vermeintliche „Schnäppchen“ bei E-Zigaretten entpuppen sich mittelfristig als teurer – sei es durch schlechte Qualität, gesundheitliche Risiken oder rechtliche Probleme.

4.1 Fake-Produkte und Steuerhinterziehung

Die Zollbehörden warnen regelmäßig vor illegal importierten Disposables und Liquids, die keine Steuerzeichen tragen. Auf Zoll.de wird erklärt, dass für versteuerte Tabak- und Substitute-Produkte entsprechende Steuerzeichen oder Unterlagen vorliegen müssen. Fehlen diese, drohen bei Kontrollen Steuernachzahlungen und Bußgelder.

Für Sie als Verbraucher hat das drei Konsequenzen:

  1. Preisvergleich fair führen: Nur Produkte mit nachweislich abgeführter Steuer sind seriös vergleichbar.
  2. Rechtliche Sicherheit: Ein vermeintliches Schnäppchen ohne Steuerzeichen kann teuer enden.
  3. Qualität: Illegale Ware unterliegt keiner verlässlichen Kontrolle. Zusätze oder Nikotingehalte können von den Angaben abweichen.

Ein wichtiger Baustein für Vertrauensbildung ist zudem die offizielle Produktverifikation. Über Services wie die Elfbar Global Verify lässt sich anhand eines Codes auf der Verpackung prüfen, ob es sich um ein Originalprodukt handelt. Diese zusätzliche Kontrolle hilft, Fälschungen zu vermeiden, die oft durch auffällig niedrige Preise auffallen.

4.2 Elektro- und Batterieentsorgung: Wer zahlt wofür?

Einweg-E-Zigaretten enthalten Akkus und Elektronik. In Deutschland sind Hersteller verpflichtet, an einem Rücknahmesystem für Elektroaltgeräte teilzunehmen. Das lässt sich im Register der Stiftung EAR nachvollziehen, in dem Hersteller und Marken mit ihrer WEEE-Registrierung gelistet sind.

Zusätzlich verpflichtet das Batteriegesetz BattG Händler dazu, verbrauchte Batterien kostenlos zurückzunehmen. In der Praxis bedeutet das: Sie können leere Einweg-E-Zigaretten und Akkus über die vorgesehenen Sammelstellen oder Rücknahmesysteme entsorgen, ohne zusätzliche Kosten. Verantwortungsvolle Hersteller kalkulieren diese Entsorgungs- und Recyclingkosten bereits in den Produktpreis ein.

Auch wenn das auf den ersten Blick wie ein „Kostenblocker“ wirkt, schützt es langfristig vor versteckten Umweltabgaben und stärkt das Vertrauen in seriöse Anbieter.

5. Praxisleitfaden: So finden Sie Ihr persönliches Kosten-Sweet-Spot

Damit die Zahlen nicht abstrakt bleiben, folgt ein konkreter Fahrplan, wie Sie Ihren eigenen Kostenvergleich erstellen.

5.1 Schritt 1: Ihren bisherigen Konsum realistisch einschätzen

  1. Notieren Sie eine Woche lang, wie viele Zigaretten Sie täglich rauchen.
  2. Bilden Sie den Durchschnitt (zum Beispiel 18/Tag).
  3. Multiplizieren Sie diesen Wert mit dem aktuellen Preis pro Schachtel/Packung.

So erhalten Sie Ihre monatlichen Tabakkosten. Viele Umsteiger erleben hier den ersten „Aha“-Moment, weil die Summe schwarz auf weiß oft höher ist, als man im Kopf erwartet.

5.2 Schritt 2: Vaping-Szenario auswählen

Überlegen Sie, welcher Typ Sie sind:

  • „Ich will es maximal einfach, kein Nachfüllen, kein Nachdenken“ → Disposables.
  • „Ich will etwas Komfort, aber nicht ständig Geräte wechseln“ → vorbefüllte Pod-Systeme.
  • „Ich bin bereit, kleine Handgriffe zu lernen, um langfristig zu sparen“ → wiederbefüllbare Pods.

Wer sich unsicher ist, kann sich zunächst an einem kompakten Pod-System orientieren und nach einigen Wochen auf Refill umsteigen. Einen Überblick zu Einsteiger-Podsystemen bietet der Ratgeber zu Pod-Systemen für Anfänger, etwa im Artikel „Das richtige Pod System für Anfänger auswählen“.

5.3 Schritt 3: Verbrauch für 7 Tage tracken

  1. Starten Sie mit einer angemessenen Nikotinstärke (bei vielen Umsteigern sind 20 mg/ml Nikotinsalz ein sinnvoller Startpunkt, im Rahmen der TPD-Grenze).
  2. Zählen Sie eine Woche lang, wie viele Disposables, Pods oder ml Liquid Sie verbrauchen.
  3. Multiplizieren Sie diesen Wert mal 4–4,5, um einen Monatswert zu erhalten.

So entsteht ein individueller Kostenplan, der deutlich genauer ist als jede allgemeine Beispielrechnung.

5.4 Schritt 4: Hardware-Kosten fair einrechnen

  • Legen Sie fest, wie lange Sie Ihr Gerät voraussichtlich nutzen möchten (6, 12 oder 24 Monate).
  • Teilen Sie den Anschaffungspreis durch diesen Zeitraum.
  • Addieren Sie den monatlichen Anteil zu Ihren Verbrauchskosten.

Bei Einweg-E-Zigaretten entfällt dieser Schritt, da Hardware und Verbrauch in einem Produkt stecken. Bei Pod-Systemen lohnt es sich jedoch, hochwertige Akkuträger zu wählen, die mindestens ein Jahr zuverlässig durchhalten – das reduziert langfristig die Stückkosten pro Zug.

5.5 Pro Tip: Nikotin fein justieren, statt mehr zu dampfen

Viele Umsteiger stellen fest, dass sie zwar erfolgreich keine Zigaretten mehr brauchen, aber plötzlich auf 400–500 Züge pro Tag kommen. In vielen Fällen liegt das daran, dass die gewählte Nikotinstärke leicht unter dem persönlichen Bedarf bleibt.

Die einfachere und oft günstigere Lösung ist eine leichte Anpassung der Nikotinstärke innerhalb des legalen Rahmens, statt den Verbrauch weiter nach oben zu treiben. Schon der Wechsel von 10 mg/ml auf 20 mg/ml kann dazu führen, dass man mit 1 Pod/Tag statt 1,5 Pods/Tag auskommt – was die Monatskosten spürbar senkt.

6. Mythos vs. Realität: „Vapen ist doch viel teurer“

Rund um E-Zigaretten halten sich einige hartnäckige Mythen. Einer der häufigsten betrifft die Kosten.

6.1 Mythos: „Diese kleinen Dinger sind Geldvernichter“

Der Eindruck entsteht häufig, weil man als Einsteiger zunächst Disposables kauft und parallel vielleicht noch Zigaretten konsumiert. In dieser Übergangsphase addieren sich die Kosten – klar, dass das teuer wirkt.

Sobald jedoch konsequent umgestellt wird, zeigt die Rechnung aus Abschnitt 3, dass:

  • schon mit reinen Disposables eine signifikante Ersparnis gegenüber dem Zigarettenkonsum möglich ist,
  • die eigentlichen Einsparpotenziale bei Pods und Refill-Systemen liegen.

6.2 Mythos: „Echte Einsparung gibt es nur mit extrem großen Einweg-Geräten“

Oft liest man im Netz, dass sich Vapen nur mit „5.000-Züge-Geräten“ lohne. Wie die EU TPD und das deutsche TabakerzG klarstellen, sind solche Füllmengen in Deutschland jedoch nicht zulässig. Wer solche Produkte dennoch günstig im Ausland oder auf Marktplätzen findet, bewegt sich außerhalb des regulierten Rahmens.

Der Kostenvergleich in diesem Artikel zeigt, dass legale 2-ml-Produkte vollkommen ausreichen, um sowohl komfortabel als auch kosteneffizient zu dampfen – insbesondere, wenn man auf wiederbefüllbare Systeme setzt.

7. Gesundheits- und Risikoaspekte knapp eingeordnet

Dieser Artikel fokussiert bewusst auf Kosten. Viele Interessierte stellen sich jedoch parallel die Frage, wie E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten gesundheitlich zu bewerten sind.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung kommt in seinen Stellungnahmen zu E-Zigaretten zu dem Schluss, dass der Schadstoffgehalt im Dampf deutlich geringer ist als im Tabakrauch, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass E-Zigaretten kein harmloses Lifestyle-Produkt sind und gesundheitliche Risiken bestehen bleiben. In den Stellungnahmen des BfR wird betont, dass insbesondere für Nichtraucher und bestimmte Risikogruppen (z. B. Jugendliche, Schwangere) der Einstieg vermieden werden sollte.

Systematische Übersichten, wie sie in der Cochrane Library veröffentlicht werden, zeigen, dass nikotinhaltige E-Zigaretten in bestimmten Studienpopulationen effektiver bei der Rauchentwöhnung waren als klassische Nikotinersatztherapien. Diese Ergebnisse stammen überwiegend aus kontrollierten Studien mit erwachsenen Rauchern, die aktiv eine Alternative zur Zigarette suchen und eng begleitet werden. Die Übertragbarkeit auf den Alltag ist daher begrenzt, bietet aber einen wichtigen Hinweis: Der Umstieg kann für viele erwachsene Raucher ein sinnvoller strategischer Schritt sein – Kostenersparnis inklusive.

8. Wichtige Takeaways für preisbewusste Umsteiger

  • Rauchen ist in allen betrachteten Szenarien das teuerste Konsummuster.
  • Disposables bieten den bequemsten Einstieg und sind oft bereits deutlich günstiger als Zigaretten, insbesondere für leichte bis mittlere Raucher.
  • Vorbefüllte Pods kombinieren Komfort mit klarer Kostenersparnis, vor allem für durchschnittliche und starke Raucher.
  • Wiederbefüllbare Pod-Systeme bieten in vielen Fällen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis – bei etwas höherem Initialaufwand und minimaler Lernkurve.
  • Gesetzliche Vorgaben wie TPD2, TabakerzG und TabakStG sorgen für klare Rahmenbedingungen und erklären gleichzeitig, warum legal gehandelte Produkte ihren Preis haben.
  • Wer Preise vergleicht, sollte immer Originalprodukte mit korrekter Besteuerung und ordnungsgemäßer Registrierung (WEEE, BattG) zugrunde legen.

Unterm Strich zeigt der Faktencheck: „Vapen ist teurer als Rauchen“ ist ein Mythos, der vor allem in Übergangsphasen und bei der Nutzung extrem günstiger, oft nicht legaler Produkte entsteht. Wer seinen Konsum kennt, die Nikotinstärke passend wählt und mittelfristig auf Pod- oder Refill-Systeme setzt, kann die laufenden Kosten spürbar senken.

Neben finanziellen Aspekten beleuchten wir auch den Mythos, ob Vapen eine Einstiegsdroge ist.


Wichtiger Hinweis (Disclaimer)

Diese Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung. E-Zigaretten sind Produkte für erwachsene Konsumenten von Nikotinprodukten und nicht für Nichtraucher geeignet. Personen mit bestehenden gesundheitlichen Problemen, insbesondere Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen, sowie Schwangere und Stillende sollten vor dem Beginn oder der Umstellung des Konsums unbedingt eine ärztliche Fachperson konsultieren.

Quellen

Michael

Rezension von: Michael

Hallo! Ich bin Michael vom offiziellen ELFBAR Germany Team.
Als leidenschaftlicher Vaper und ehemaliger Raucher kenne ich die Herausforderungen des Umstiegs aus eigener Erfahrung.
Hier im Blog teile ich praktische Tipps, beantworte eure Fragen und halte euch über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Gemeinsam machen wir Vaping einfach und verständlich!