Pod Mod vs. Box Mod: Was passt besser zu deinem Stil?
Du überlegst, ob ein Pod Mod oder ein klassischer Box Mod besser zu deinem Stil passt? Gerade als fortgeschrittener Dampfer willst du mehr als Marketingfloskeln – du brauchst harte Fakten zu Leistung, Flexibilität, Portabilität und Langzeitkosten. In diesem Guide bekommst du einen strukturierten Vergleich, konkrete Set-up-Beispiele und klare Entscheidungshilfen.
Pod Mod vs. Box Mod: Was meinen wir genau?
Bevor es in die Details geht, lohnt sich eine klare Begriffsklärung. Viele Diskussionen in Foren eskalieren nur, weil nicht alle über das Gleiche sprechen.
Was ist ein Pod Mod?
Ein Pod Mod ist ein kompaktes System mit integriertem Akku oder kleinem wechselbaren Akku und Pods (Kartuschen), die Coil und Tank in einer Einheit kombinieren. Moderne Geräte bieten einstellbare Leistung, Airflow-Control und Mesh-Coils.
Typisch für Pod Mods:
- Leistung: meist 9–30 Watt
- Coil-Widerstand: 0,6–1,2 Ω (optimiert für MTL und restriktives DTL)
- Tankvolumen: in der EU häufig 2 ml, entsprechend der Vorgaben der EU-Tabakprodukterichtlinie, die Tankvolumina für nachfüllbare Systeme limitiert
- Zielgruppe: Umsteiger und fortgeschrittene Nutzer, die Komfort und Konsistenz schätzen
Was ist ein Box Mod?
Ein Box Mod ist ein Akkuträger mit größerem Formfaktor, oft mit austauschbaren 18650/21700-Zellen, höherer Maximalleistung und freier Verdampferwahl.
Typische Merkmale:
- Leistung: 60–200+ Watt (praktisch genutzt häufig 30–80 Watt)
- Coil-Widerstand: von Subohm bis zu hohen Widerständen, je nach Verdampfer
- Mehr-Einstellungen: umfangreiche Menüs, Temperaturkontrolle, Kurvenmodi
- Zielgruppe: Enthusiasten, Cloud-Chaser, Fans maximaler Individualisierung
Vergleich auf einen Blick: Pod Mod vs. Box Mod
Damit du schnell siehst, in welche Richtung es geht, hier ein strukturierter Vergleich.
Kernunterschiede in einer Tabelle
| Kriterium | Pod Mod (z. B. ELFA MASTER, ELFX Kit) | Klassischer Box Mod |
|---|---|---|
| Typische Leistung | 9–30 W | 30–200 W |
| Coil-Widerstand | 0,6–1,2 Ω | 0,1–1,5 Ω (je nach Verdampfer) |
| Vaping-Stil | MTL bis restriktives DTL | MTL, DTL, extreme Clouds |
| Portabilität | Sehr hoch | Mittel bis gering |
| Komplexität der Bedienung | Niedrig bis mittel | Mittel bis hoch |
| Wartungsaufwand | Gering (Pods wechseln) | Höher (Coils, Watte, Tanks reinigen) |
| Feinjustierung | Begrenzt, aber praxisnah | Sehr hoch |
| Reise- & Alltags-Tauglichkeit | Sehr gut | Abhängig von Setup und Größe |
Die Tabelle zeigt bereits: Für den Alltag und für die Mehrheit fortgeschrittener Nutzer decken moderne Pod Mods heute einen Bereich ab, der früher klar Box Mods vorbehalten war.
Leistung, Dampf und Geschmack: Wo liegen die Unterschiede wirklich?
Fortgeschrittene Vaper interessieren sich weniger für die Form, sondern für das Verhältnis aus Leistung, Coil und Dampfverhalten.
Coil-Resistenz und Wattbereich praxisnah erklärt
Die meisten modernen Pod Mods sind auf drei typische Coil-Bereiche optimiert:
- 1,1 Ω: klassisches MTL (Mouth to Lung), ideal bei ca. 9–12 W
- 0,8 Ω: kräftigeres MTL bzw. sehr restriktives DTL, ideal bei 15–18 W
- 0,6 Ω Dual-Mesh: restriktives DTL, optimal bei 20–30 W
Diese Bereiche sind nicht zufällig gewählt. In internen Tests und typischen Nutzer-Setups zeigt sich, dass in diesen Fenstern die beste Balance aus Geschmack, Temperatur und Akkulaufzeit erreicht wird. Viele Beschwerden über "verbrannten Geschmack" kommen daher, dass Nutzer weit über diese Sweet-Spots hinaus feuern.
Beim ELFA MASTER ist das elegant gelöst: Das Gerät regelt automatisch und gibt dir zwei klar definierte Leistungsfenster – 9–12 Watt für 1,1-Ω-Pods und 15–18 Watt für 0,8-Ω-Turbo-Pods. Damit bekommst du denselben geschmacklichen Punch, den viele von größeren Box-Setups kennen, ohne ständig wattgenau nachjustieren zu müssen.
Mesh-Coils im Pod Mod vs. Coils im Box-Setup
Mesh-Coils nutzen ein fein perforiertes Metallgitter statt eines Drahtes. Dadurch vergrößert sich die Heizfläche, der Dampf wird dichter und der Geschmack klarer. Ein praxisorientierter Überblick zu Meshtechnik findest du auch im Beitrag „Wie funktioniert ein Mesh Coil in Ihrem Pod System?“.
Moderne Pod Mods setzen fast durchgängig auf Mesh-Coils – etwa das ELFX Kit Silver Blue mit 0,6-Ω- und 0,8-Ω-Dual-Mesh-Pods bei bis zu 30 Watt. In Leistungstests zeigt sich: Solche Geräte liefern bei 20–30 W geschmacklich Ergebnisse, die viele klassische Box-Setups im gleichen Leistungsbereich mindestens erreichen, oft sogar übertreffen, weil Verdampfer und Leistungselektronik exakt aufeinander abgestimmt sind.
Bei Box Mods hängt die Performance stark davon ab, welchen Verdampfer du aufsetzt, wie sauber du wickelst (bei RTA/RDA) und ob die Leistung richtig zum Coil passt. Für Experimentierfreudige ist das ein Vorteil; für alle, die einfach konstant guten Geschmack wollen, ist es oft eher ein Nachteil.
Nikotin, Dampfmenge und Gesundheitskommunikation
Für viele erwachsene Nutzer ist der wichtigste Punkt: Wie gut ersetzt die E-Zigarette das klassische Rauchen, ohne unnötig hohe Belastungen zu erzeugen? Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weisen E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten "ein deutlich reduziertes toxikologisches Potenzial" auf, weil keine Verbrennung stattfindet und typische Verbrennungsprodukte wie Teer fehlen. Diese Einschätzung bezieht sich auf Erwachsene; für Jugendliche sind nikotinhaltige Produkte nicht geeignet.
Die EU-TPD begrenzt den maximalen Nikotingehalt von Liquids für Verbraucher auf 20 mg/ml. Das schafft einen Rahmen, in dem insbesondere Pod Mods mit MTL-Setups und Nikotinsalz-Liquids eine effiziente Nikotinabgabe bei moderaten Leistungen ermöglichen. In der Praxis bedeutet das: Du kannst mit einem 10–20-Watt-Pod-Setup denselben subjektiven Sättigungsgrad erreichen, für den du mit einem DTL-Box-Setup deutlich höhere Leistungen und Liquidmengen bräuchtest.
Akku, Laufzeit und Alltagstauglichkeit
Akkuheuristiken für Pod Mods
Ein zentraler Unterschied zwischen Pod Mod und Box Mod ist die Akkukapazität. Box Mods punkten hier mit großen Zellen, Pod Mods mit Effizienz.
Im Alltag haben sich folgende Heuristiken bewährt:
- ca. 500 mAh: reicht für viele MTL-Nutzer bei 9–12 W für einen Tag mit moderatem Konsum
- ca. 650 mAh (wie beim ELFBAR MAX Kit): deckt intensivere MTL- oder leichte DTL-Sessions über den Tag ab
- 850–1.000 mAh (z. B. ELFA MASTER mit 850 mAh, ELFX mit 1.000 mAh): ideal für Vielnutzer oder restriktives DTL bei 20–30 W, oft 1–2 Tage Laufzeit
Ein klassischer Box Mod mit 2x 18650 kann nominell deutlich mehr Energie speichern. In der Praxis relativiert sich das aber, weil diese Geräte häufig bei 40–80 W oder höher betrieben werden und damit pro Zug deutlich mehr Energie und Liquid verbrauchen. Viele Nutzer berichten, dass ein 1.000-mAh-Pod bei 15–20 W ähnlich lange hält wie ein Dual-18650-Mod bei 60–70 W – bei deutlich geringerer Gesamtliquidmenge.
Wer sich tiefer in das Thema Akkukapazität einlesen möchte, findet im Artikel „Pod System Akku: Kapazität und Ladezyklen erklärt“ zusätzliche Hintergrundinformationen.
Laden, USB-C und unterwegs nutzen
Pod Mods setzen fast durchgängig auf USB-C-Schnellladung bei 1 A oder mehr. Ein Beispiel: Das ELFX Kit lädt seinen 1.000-mAh-Akku bei 5V/1A in grob einer Stunde von fast leer auf fast voll. Viele Box Mods nutzen ebenfalls USB-C, werden aber aus Sicherheitsgründen oft mit externem Ladegerät betrieben, was das Setup unterwegs weniger komfortabel macht.
Für Vielreisende ist noch ein anderer Aspekt wichtig: Die deutsche Batteriegesetzgebung (BattG) verpflichtet Händler zur Rücknahme von Altbatterien und Akkus. Seriöse Pod-System-Anbieter informieren über entsprechende Rückgabemöglichkeiten, sodass du deine alten Geräte umweltgerecht loswerden kannst – ein Punkt, der bei großen Setups mit vielen einzelnen Zellen schnell unübersichtlich wird.
Praxisbeispiel: Ein Arbeitstag mit Pod Mod vs. Box Mod
- Pod Mod Setup: ELFA MASTER, 1,1-Ω-Pod, 11 W, 20-mg-Nikotinsalz. Ein berufstätiger Nutzer mit 10–15 MTL-Zügen pro Stunde schafft typischerweise den ganzen Tag mit einem Akku und 2–3 Füllungen.
- Box Mod Setup: Dual-18650, 0,2-Ω-Coil, 60 W, 3 mg klassisches Liquid, DTL. Bei ähnlicher Nutzungsfrequenz sind 2–3 Akkupacks oder Zwischenladen nötig, und der Liquidverbrauch liegt leicht beim Zwei- bis Dreifachen.
Je nach Stil kann ein Box Mod sinnvoll sein, etwa wenn du bewusst große Wolken willst. Für den funktionalen Alltag – Arbeit, Pendeln, kurze Pausen – spielt der Pod Mod seine Stärke aus.
Bedienung, Wartung und Fehlertoleranz
Typische Fehler bei fortgeschrittenen Nutzern
Je mehr Leistung und Einstellmöglichkeiten ein Gerät bietet, desto größer ist die Chance, etwas daneben einzustellen. Im Alltag zeigen sich immer wieder drei große Fehlerquellen:
- Zu hohe Leistung für den Coil: Führt zu Dry Hits und verbranntem Geschmack.
- Pod/Coil nicht richtig geprimt: Das Liquid hat die Watte noch nicht vollständig durchdrungen; nach wenigen Zügen brennt die Watte an.
- Liquids mit unpassendem PG/VG-Verhältnis: Zu zähes Liquid (hoher VG-Anteil) in kleinen Pod-Coils erzeugt Nachflussprobleme.
Der Beitrag „PG/VG-Verhältnis: Welches E-Liquid für Ihr Pod System?“ erklärt im Detail, wie sich Viskosität und Geschmack verhalten und welche Mischungen Pod-freundlich sind.
Wartungsaufwand: Pods vs. klassische Verdampfer
Pod Mods sind im Alltag wartungsarm, wenn du ein paar einfache Regeln beachtest:
- Pod-Kontakte wöchentlich reinigen (z. B. mit einem trockenen Tuch oder Wattestäbchen)
- Pods nicht leerziehen – unter ~0,5 ml steigt das Risiko für Dry Hits deutlich
- Pods tauschen, sobald der Geschmack flach wird, die Süße überhandnimmt oder ein permanenter Kratzton bleibt (bei vielen Nutzern nach ca. 10–15 Füllungen)
Box-Verdampfer erfordern zusätzlich:
- Zerlegen des Tanks
- Wechseln einzelner Coils oder sogar kompletter Wicklungen
- Reinigung von Airflow, Kamin und Tanksegmenten
Für viele Hobby-Dampfer ist genau das der Reiz. Wer dagegen nach Feierabend nicht noch "schrauben" möchte, fährt mit Pod Mods entspannter. Eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung bietet der Beitrag „Anleitung: Refillable Pod System richtig reinigen“.
Mythos: „Pod Mods sind nur etwas für Anfänger“
Ein verbreiteter Irrtum in der Community lautet: „Richtige Dampfer nutzen nur große Box Mods.“ Technisch ist diese Aussage längst überholt.
- Geräte wie das ELFX Kit liefern bis zu 30 Watt mit 0,6-Ω-Dual-Mesh-Coils – ein Bereich, in dem früher viele Box-Setups unterwegs waren.
- Pod Mods bieten heute einstellbare Leistung, Airflow-Control, Displayinformationen (Widerstand, Akkustand, Zugdauer) und zum Teil sogar Zugzeitbegrenzungen gegen versehentliches Dauerfeuern.
- Durch die strikten Vorgaben der EU-TPD sind Tankvolumen und Nikotinstärken ohnehin begrenzt, sodass der Mehrwert eines riesigen Tanks im Alltag begrenzter ist als noch vor einigen Jahren.
In der Praxis setzen viele erfahrene Nutzer Box Mods nur noch zuhause ein, während sie unterwegs fast ausschließlich Pod Mods verwenden – schlicht wegen Größe, Diskretion und Stabilität.
Regulierung, Sicherheit und Originalprodukte
Warum es wichtig ist, auf legale, TPD-konforme Geräte zu achten
Die Rechtslage in Deutschland und der EU ist ein wichtiger Faktor bei der Gerätewahl. Nach dem deutschen Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) und der EU-TPD sind unter anderem geregelt:
- Maximaler Nikotingehalt von 20 mg/ml für nikotinhaltige Liquids
- Maximalvolumen von 2 ml für nachfüllbare Tanks und vorbefüllte Pods
- Kennzeichnungspflichten, Warnhinweise und Beipackzettel
Diese Regeln sollen erwachsene Konsumenten schützen und gleichzeitig den Zugang für Minderjährige begrenzen. Laut den Daten der DEBRA-Studie sind E-Zigaretten in Deutschland überwiegend bei erwachsenen Nutzern verbreitet, die bereits zuvor Tabak konsumiert haben. Das unterstreicht, dass regulierte Produkte als Instrument der Schadensminderung im Kontext erwachsener Raucher gedacht sind – nicht als Lifestyle-Gadget für Jugendliche.
Für dich bedeutet das konkret: Wenn dir Geräte mit 10-ml-Tanks oder extrem hohen Nikotinstärken angeboten werden, handelt es sich in aller Regel nicht um reguläre, in Deutschland zum Verkauf zugelassene Produkte.
Originalprodukte erkennen und Fälschungen vermeiden
Die zunehmende Popularität von Pod Mods hat leider auch zu einem Anstieg von Fälschungen geführt. Minderwertige Elektronik, fehlende Sicherheitsfeatures und unklare Liquidzusammensetzung sind hier reale Risiken.
Seriöse Hersteller bieten deshalb Online-Tools zur Verifizierung an. Über die Abfrage eines Codes auf der Verpackung kannst du z. B. auf einer Seite wie Elfbar Global Verify überprüfen, ob dein Produkt registriert ist. In Kombination mit dem Kauf bei einem Händler, der seiner Registrierungspflicht im Stiftung EAR-Verzeichnis nachkommt, minimierst du das Risiko von minderwertigen Geräten.
Für Pod Mods spricht darüber hinaus, dass Verdampferkopf und Tank als Einheit konstruiert sind. Das reduziert Fehlmontagen, bei denen Coils nicht korrekt sitzen und Kurzschlüsse oder Undichtigkeiten verursachen.
Entscheidungsframework: Welcher Gerätetyp passt zu deinem Stil?
Schneller Selbsttest
Nutze die folgenden Fragen, um deinen Stil einzuordnen. Je nachdem, wie du antwortest, ergibt sich eine klare Tendenz.
-
Wie dampfst du überwiegend?
- A: MTL oder sehr restriktives DTL → Punkt für Pod Mod
- B: Offene DTL-Züge mit massiver Dampfmenge → Punkt für Box Mod
-
Wie wichtig ist dir Portabilität?
- A: Das Gerät soll in jede Tasche passen und unauffällig sein → Pod Mod
- B: Größe ist egal, Hauptsache Leistung → Box Mod
-
Wie viel Zeit willst du in Feintuning und Wartung stecken?
- A: So wenig wie möglich, Einstellung einmal finden und gut → Pod Mod
- B: Ich habe Spaß an Wicklungen, Coils, Airflow-Feintuning → Box Mod
-
Wie viele Milliliter Liquid verbrauchst du pro Tag?
- A: Bis ca. 5 ml → Pod Mod sehr gut geeignet
- B: 10 ml oder mehr → Box Mod kann sinnvoller sein
-
Wie dampfst du unterwegs?
- A: Kurze Sessions, Pausen, Büro, Bahn → Pod Mod
- B: Lange Dampfsessions z. B. im Freien, Shisha-Ersatz → Box Mod
Zähle deine Tendenz:
- Überwiegen A-Antworten → Pod Mod passt sehr gut zu deinem Stil.
- Überwiegen B-Antworten → Ein klassischer Box Mod oder eine Kombination aus Box Mod zuhause und Pod Mod unterwegs ist sinnvoll.
Konkrete Pod-Mod-Beispiele für verschiedene Profile
1. Der MTL-Allrounder für den Büroalltag
- Gerätetyp: kompaktes Pod Mod mit 1,1-Ω-Coil, 9–12 W
- Beispiel: ELFA MASTER Dusty Pink mit Prefilled- oder Refillable-Pods
- Vorteile: Sanfter, aber klarer Throat-Hit, effiziente Nutzung von 20-mg-Nikotinsalz; Akku (850 mAh) reicht bei moderatem Konsum in der Regel für den gesamten Arbeitstag.
2. Der flexible Allrounder für MTL + restriktives DTL
- Gerätetyp: leistungsstärkerer Pod Mod mit 0,6- und 0,8-Ω-Coils, 20–30 W
- Beispiel: ELFX Kit Silver Blue
- Vorteile: Mit 0,8 Ω gezieltes MTL mit mehr Dampf, mit 0,6 Ω restriktives DTL fast auf Box-Mod-Niveau. 1.000 mAh Akku und USB-C-Ladung erlauben einen vollen Tag bei gemischter Nutzung.
3. Der kompakte Leistungs-Pod für Vielnutzer
- Gerätetyp: Pod Mod mit wechselbarem Akku und 0,8-Ω-Mesh-Coil um 15 W
- Beispiel: ELFBAR MAX Kit Blue
- Vorteile: 650-mAh-Wechselakku, 15-W-Out für intensive MTL-Sessions; ideal für alle, die lieber einen Ersatzakku einstecken als einen schweren Box Mod mitzuschleppen.
Pro Tip: Airflow-Feintuning statt blind mehr Watt
Viele fortgeschrittene Nutzer drehen bei zu wenig Dampf oder Geschmack reflexartig die Wattzahl hoch. Erfahrungsgemäß bringt das häufig nur kurzfristig mehr Hit, erhöht aber das Risiko für Dry Hits und reduziert die Lebensdauer der Pods.
Ein deutlich effizienterer Ansatz ist die Feinabstimmung der Airflow:
- Für mehr Throat-Hit und strafferes Zuggefühl: Airflow leicht schließen und im Sweet-Spot der Coil bleiben (z. B. 11 W bei 1,1 Ω).
- Für wärmeren, dichteren Dampf: Airflow leicht öffnen (1–2 Stufen) und die Leistung moderat anheben, aber innerhalb des empfohlenen Bereichs.
Die Erfahrung zeigt: Kleinere Airflow-Änderungen liefern oft eine größere spürbare Veränderung als +3–5 Watt. Das schont Coil und Akku und bringt dich schneller an dein persönliches Optimum.
Pflege und Langlebigkeit: So holst du das Maximum aus deinem Pod Mod
Damit ein Pod Mod dauerhaft mit vielen Box-Setups mithalten kann, kommt es auf konsequente, aber simple Pflege an.
Kurze Wartungs-Checkliste
-
Pods richtig primen
Nach dem Befüllen 2–5 Minuten warten, dann 2–3 sanfte Züge ohne Feuern nehmen, damit sich die Watte vollsaugt. -
Regelmäßige Reinigung
Einmal pro Woche Kontakte und, falls nötig, die Innenseite des Podschachts mit einem trockenen Tuch reinigen. Ausführliche Tipps bietet der Beitrag „Reinigung Ihres Pod Systems für beste Leistung“. -
Liquidstand im Blick behalten
Nicht unter ca. 0,5 ml fallen lassen. Das reduziert Dry Hits und verlängert die Coillebensdauer. -
Pods rechtzeitig wechseln
Spätestens bei anhaltendem Geschmacksverlust oder einer deutlich dunkleren Farbe des Liquids im Pod. -
Passende Nikotinstärke wählen
MTL-Pods mit 9–12 W funktionieren hervorragend mit Nikotinsalzen bis 20 mg/ml, während leistungsstärkere DTL-Pods (20–30 W) besser mit geringeren, freien Nikotinstärken harmonieren. Eine tiefere Einordnung bietet der Artikel „Die richtige Nikotinstärke für Ihr Pod System finden“.
Mit dieser Routine bringen Nutzer ihre Pod-Pods im Schnitt auf 10–15 Füllungen, bevor ein Wechsel nötig wird – ein Bereich, in dem sich die Gesamtkosten gegenüber vielen Fertigcoils im Box-Segment oft als günstiger erweisen.
Wichtige Hinweise zu Gesundheit, Sicherheit und Verantwortung
- E-Zigaretten richten sich an erwachsene Raucherinnen und Raucher, die eine Alternative zum Tabakkonsum suchen.
- Sie sind nicht frei von Risiken, werden aber vom BfR als deutlich weniger belastend eingestuft als Tabakzigaretten, da keine Verbrennung stattfindet.
- Die deutsche Tabaksteuer auf Liquids, geregelt im Tabaksteuergesetz (TabakStG), erhöht schrittweise den Preis pro Milliliter. Seriöse Anbieter weisen diese Steuer im Endpreis aus – extrem billige Liquids oder Geräte ohne Steuerzeichen können ein Hinweis auf nicht versteuerte Ware sein.
- Minderjährige dürfen weder E-Zigaretten noch nikotinhaltige Liquids erwerben oder nutzen. Altersverifikation bei Lieferung (z. B. über Services wie DHL Ident-Check) ist ein zentrales Mittel, um diesen Schutz praktisch umzusetzen.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Personen mit Vorerkrankungen, Nikotinunverträglichkeiten oder Fragen zur Raucherentwöhnung sollten sich an Ärztinnen oder andere qualifizierte Fachpersonen wenden, bevor sie E-Zigaretten oder nikotinhaltige Produkte verwenden.
Zusammenfassung: Wann Pod Mod, wann Box Mod?
- Wenn du kompakt, effizient und alltagstauglich dampfen möchtest, ist ein moderner Pod Mod fast immer die sinnvollere Wahl. Geräte wie ELFA MASTER, ELFX Kit oder ELFBAR MAX decken MTL bis restriktives DTL mit 9–30 W und 650–1.000 mAh ab – mehr braucht die Mehrheit der fortgeschrittenen Nutzer im Alltag nicht.
- Wenn du extreme Dampfleistungen, maximale Individualisierung und lange DTL-Sessions suchst, bleibt der klassische Box Mod zuhause oder als Hobby-Setup relevant.
- Aus regulatorischer und sicherheitstechnischer Sicht sprechen klar strukturierte, TPD-konforme Pod Systeme mit verifizierbarer Herkunft, Rücknahmesystemen für Akkus und transparenter Nikotindeklaration für sich.
Am Ende ist die beste Lösung für viele erfahrene Dampfer eine Kombination: Pod Mod für Alltag, Beruf und Reisen – Box Mod als Hobbygerät. Mit den hier beschriebenen Kriterien kannst du bewusst entscheiden, welchen Schwerpunkt du setzt und wie du dein Setup optimal auf deinen Stil abstimmst.
Quellen
- EU-Tabakprodukterichtlinie 2014/40/EU
- Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG)
- Tabaksteuergesetz (TabakStG)
- Bundesinstitut für Risikobewertung – E-Zigaretten
- DEBRA-Studie – Deutsches Beobachtungsstudien-Programm zum Rauchverhalten
- Stiftung EAR – WEEE-Register
- Elfbar Global Verify – Produktverifikation
- BattG – Batteriegesetz