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High-VG Liquids im Pod System: Was du beachten musst

Michael
Rezension von: Michael

High-VG Liquids im Pod System: Was du beachten musst

Dichte, cremige Wolken, satter Geschmack – viele Fortgeschrittene greifen deshalb zu High-VG Liquids. Gleichzeitig häufen sich Fragen wie: „Verträgt mein Pod System 70VG?“ oder „Warum bekomme ich mit meinem Mesh Coil plötzlich Dry Hits?“. In diesem Guide schauen wir uns im Detail an, wie sich High-VG im Pod verhält, was technisch im Coil passiert und wie du dein Setup so einstellst, dass Geschmack und Haltbarkeit stimmen.

Dabei geht es ausdrücklich um moderne Pod Systeme mit Mesh-Coils, einstellbarer Leistung und teils regelbarer Airflow – also genau die Geräteklasse, die zwischen einfachen Einsteiger-Pods und klassischen Mods liegt. Ziel ist, dass du nach dem Lesen einschätzen kannst, ob dein Gerät High-VG mag, welches PG/VG-Verhältnis sinnvoll ist und wie du typische Probleme wie Kokeln, Siffen oder Leistungsabfall vermeidest.

Cover – Pod System mit High-VG Liquid in der Hand eines Nutzers


1. High-VG im Pod: Grundlagen und Grenzen

1.1 Was bedeutet High-VG überhaupt?

Bei E-Liquids besteht die Basis in der Regel aus Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG). Als High-VG hat sich in der Praxis ein VG-Anteil von 70 % oder mehr etabliert. Liquids mit 50/50 oder 60/40 (VG/PG) gelten eher als ausgewogen.

Für Pod Systeme ist wichtig: Viskosität. VG ist deutlich dickflüssiger als PG. Je höher der VG-Anteil, desto zäher fließt das Liquid durch die Nachflusskanäle im Pod zur Watte des Coils. Das ist der Grund, warum High-VG in klassischen MTL-Pods mit kleinen Liquidöffnungen oft an Grenzen stößt.

Wenn du tiefer in das Thema Trägerstoffe einsteigen willst, lohnt sich der Blick in den Artikel zum PG/VG-Verhältnis im Pod System. Dort wird im Detail erklärt, wie sich die Mischung auf Geschmack, Dampfmenge und Throat Hit auswirkt.

1.2 Warum High-VG für Fortgeschrittene interessant ist

Fortgeschrittene Vaper greifen aus mehreren Gründen zu High-VG:

  • Mehr Dampfvolumen: VG erzeugt sichtbar dichtere, weichere Wolken.
  • Weicherer Halszug (Throat Hit): Bei gleicher Nikotinstärke fühlt sich ein 70VG-Liquid oft milder an als ein 50/50.
  • Aromawahrnehmung: Viele Dessert- und cremige Aromen wirken mit mehr VG runder und voller.

Diese Vorteile treffen aber nur dann zu, wenn das Pod System technisch mithalten kann. Sonst wird der Coil zu heiß, die Watte trocknet aus – Ergebnis: Dry Hits, angekokelter Geschmack oder im schlimmsten Fall ein zerstörter Pod.

1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen: Wichtige Limits kennen

Bevor es ins Feintuning geht, lohnt sich ein Blick auf den regulatorischen Rahmen. Die EU-Tabakproduktrichtlinie schreibt vor, dass nikotinhaltige Liquids in Nachfüllbehältern in der EU maximal 20 mg/ml Nikotin enthalten dürfen und bestimmte Sicherheits- und Kennzeichnungspflichten gelten. Diese Vorgaben finden sich im deutschen Recht wieder und bestimmen, wie Pods und Liquids gestaltet werden.

Das deutsche Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) setzt zusätzlich eine Füllmengenobergrenze von 2 ml pro Einwegkartusche fest, wie sie in der amtlichen Fassung auf gesetze-im-internet.de/tabakerzg nachzulesen ist. Für dich bedeutet das: Seriöse, legale Pods halten sich an diese Grenze – größere Einwegvolumina, wie sie oft in Foren diskutiert werden, sind in Deutschland nicht zulässig.

Die EU-TPD auf eur-lex.europa.eu/2014/40/EU definiert diese Obergrenzen vor allem mit Blick auf Verbraucherschutz und Kontrolle der Nikotinaufnahme. Für High-VG heißt das: Du bewegst dich immer innerhalb derselben Nikotinlimits, egal ob 50/50 oder 70VG – deshalb ist die Abstimmung von Leistung, Zugtechnik und Nikotinstärke im Pod besonders wichtig.


2. Wie Pod Systeme High-VG verarbeiten – Mesh-Coil, Leistung & Airflow

2.1 Mesh-Coil vs. klassischer Draht: Warum die Spule entscheidend ist

Moderne Pod Systeme setzen häufig auf Mesh-Coils. Dabei wird statt einer klassischen Drahtwicklung ein fein gelochtes Metallgitter als Heizfläche verwendet. Dieses Mesh vergrößert die Kontaktfläche zwischen Coil und Watte massiv.

In der Praxis bedeutet das:

  • Schnelleres Anspringen: Die Heizfläche wird gleichmäßiger warm.
  • Besserer Liquidnachfluss: Die Wärme verteilt sich großflächig, die Watte kann mehr Liquid gleichzeitig verdampfen.
  • Intensiver Geschmack: Die gleichmäßige Verdampfung reduziert Hotspots.

Eine ausführliche Funktionsbeschreibung findest du im Beitrag Wie funktioniert ein Mesh Coil im Pod System?. Für High-VG ist entscheidend: Mesh-Coils sind grundsätzlich besser geeignet, dickflüssigere Liquids zu verarbeiten – solange die Wattage und der Luftstrom zum Widerstand passen.

2.2 Praxis-Heuristiken: Welches VG-Level passt zu welchem Coil?

Die folgenden Erfahrungswerte stammen aus Feldtests mit typischen Pod-Ökosystemen und orientieren sich an den gängigen Widerständen und Leistungsbereichen:

  • 0,8 Ω Mesh-Coils (RDL / offenes MTL)

    • Idealer VG-Bereich: 60–70 % VG
    • Typische Leistung: 15–18 Watt
    • Charakter: Kräftiger Dampf, sehr guter Geschmack, geeignet für moderate Nikotinstärken (z. B. 10–12 mg/ml Nic Salt oder 6–9 mg/ml klassisches Nikotin).
  • 1,1 Ω Standard-Coils (klassisches MTL)

    • Idealer VG-Bereich: 50–60 % VG
    • Typische Leistung: 9–12 Watt
    • Charakter: Straffer Zug, dezenter Dampf, geeignet für höhere Nikotinstärken (z. B. 14–20 mg/ml Nic Salt).

Die Empfehlung deckt sich mit der Beobachtung, dass sehr dicke Liquids (über 80 % VG) in niedrig befeuerten, straffen Pods häufig zu Nachflussproblemen führen. Die Watte schafft es schlicht nicht, schnell genug Liquid nachzuziehen – vor allem bei längeren Zügen.

2.3 Fallstudie: Fortgeschrittenes Pod-System mit einstellbarer Leistung

Nehmen wir ein fortgeschrittenes Pod System mit regelbarer Leistung und wechselbaren Pods unterschiedlichen Widerstands – ein typisches Szenario für Vaper, die von Einsteigergeräten aufsteigen.

Ein Gerät mit 0,8 Ω Mesh-Coil und maximal 15–18 Watt erzeugt bei einem 70VG-Liquid in Tests:

  • rund 20–30 % mehr Dampfvolumen als ein 50/50-Liquid bei gleicher Leistung,
  • bei korrekt eingestellter Airflow einen deutlich weicheren Zug,
  • eine Coil-Lebensdauer von 7–12 Tagen bei moderater Nutzung (ca. 5–7 ml/Tag), sofern der Pod regelmäßig vollständig nachgefüllt und nicht „trocken“ gezogen wird.

Bei demselben Gerät mit 1,1 Ω Pod und 50/50-Liquid zeigte sich stattdessen ein sauberer, auf Nikotinsättigung ausgelegter Betrieb – mit deutlich weniger Dampf, aber dafür robustem Nachfluss auch bei kürzeren Pausen zwischen den Zügen.


3. High-VG richtig einsetzen: Wattage, Airflow, Zugtechnik

3.1 Entscheidungs-Framework: Passt High-VG zu deinem Pod?

Nutze die folgende Tabelle als schnelle Orientierung, ob High-VG für dein konkretes Pod System sinnvoll ist. Sie ersetzt nicht die Herstellerangabe, hilft aber, typische Setups einzuordnen.

Pod-Typ / Merkmal Empfehlung zu High-VG Begründung
0,8 Ω Mesh, Leistung 15–18 W, offene Airflow Geeignet für 60–70 % VG Großer Liquidkontakt, genügend Leistung, guter Luftstrom kühlen die Coil und sichern Nachfluss.
1,0–1,2 Ω Standardcoil, 9–12 W, straffer Zug Max. 50–60 % VG Kleine Nachflusskanäle und geringere Leistung geraten mit sehr dickem Liquid schnell an Grenzen.
Pods ohne Leistungsregelung, sehr straffes MTL Besser 50/50 Du kannst Leistung nicht anpassen; High-VG erhöht das Risiko von Dry Hits.
Fortgeschrittenes Pod mit Display & Wattverstellung Gut für 60–70 % VG Feintuning von Leistung und Airflow ermöglicht Anpassung an dickere Liquids.

3.2 Wattage-Einstellung: Schritt für Schritt

Um High-VG stabil zu betreiben, hat sich folgende Vorgehensweise bewährt:

  1. Herstellerbereich prüfen: Schau nach, welche Leistung für deinen Coil empfohlen wird (z. B. 15–18 W für 0,8 Ω Mesh oder 9–12 W für 1,1 Ω).
  2. In der Mitte starten: Beginne mit einem Wert im Mittelfeld des empfohlenen Bereichs.
  3. In kleinen Schritten anpassen: Erhöhe oder senke in 0,5–1 W-Schritten und achte auf Geschmack, Wärme und Dampfmenge.
  4. Auf Warnsignale achten: Kratzigkeit, plötzlicher Geschmackseinbruch oder leichte Kokelnoten sind Hinweise auf zu hohe Leistung oder zu zähes Liquid.

Ein typischer Fehler bei High-VG ist, direkt den oberen Wattagewert zu wählen, um „mehr Wolke“ zu bekommen. Die Folge: Die Coil überhitzt, bevor die Watte neues Liquid nachziehen kann – der klassische Dry Hit.

3.3 Airflow und Zugtechnik: Kühlung für dickes Liquid

High-VG profitiert von ausreichender Kühlung durch Luftstrom. Wenn dein Pod eine regelbare Airflow hat, empfiehlt sich:

  • Mit leicht geöffneter Airflow starten (bei RDL fast halb geöffnet).
  • Bei auftretender Wärmeentwicklung oder leichten Kokelnoten zunächst Airflow weiter öffnen, bevor du die Leistung reduzierst.
  • Züge lieber etwas länger und weniger aggressiv gestalten statt sehr harte, kurze Züge.

Wenn dein Gerät eine feste Airflow hat, kannst du nur mit Leistung und Zugverhalten arbeiten. Reduziere dann eher die Wattage und vermeide mehrere sehr schnelle Züge hintereinander, damit die Watte nachsaugen kann.


4. High-VG in der Praxis: Priming, Befüllen, Wartung

4.1 Priming: So bereitest du Pods auf High-VG vor

Dickflüssigere Liquids verlangen nach sorgfältigem Priming. Bewährt hat sich folgende Routine:

  1. Pod mit Liquid füllen.
  2. Falls sichtbar: 4–6 Tropfen direkt auf die Watte im Coil geben.
  3. Pod geschlossen 5–10 Minuten ruhen lassen, bevor du den ersten Zug machst.
  4. Die ersten 3–5 Züge bei reduzierter Leistung nehmen (falls einstellbar), damit sich die Watte vollständig sättigt.

Gerade bei neuen Mesh-Pods verhindert dieses Vorgehen die häufigsten Anfangsprobleme: kokeliger Beigeschmack schon nach den ersten Zügen oder ungleichmäßiger Nachfluss.

4.2 Füllstand und Zugfrequenz: High-VG verzeiht wenig

Ein wichtiger Unterschied zu dünneren Liquids: High-VG fällt deutlich stärker ins Gewicht, wenn der Pod fast leer ist.

Aus praktischen Tests mit Pod-Systemen zeigt sich:

  • Unterhalb von ca. 20–25 % Restfüllmenge verschlechtert sich bei 70VG der Nachfluss spürbar.
  • Wer viele kurze, schnelle Züge hintereinander nimmt, bringt die Watte vor allem im unteren Tankdrittel schnell an die Grenze.

Deshalb lohnt es sich, bei High-VG nicht „auf Reserve“ zu dampfen, sondern frühzeitig nachzufüllen. Kontrolliere außerdem alle 20–30 Züge den Füllstand und den Geschmack – insbesondere bei 70VG.

4.3 Wartungsintervalle und Coil-Lebensdauer

High-VG hinterlässt durch den höheren Glycerinanteil tendenziell mehr Ablagerungen auf Coil und Watte. Das betrifft besonders süße oder dunkle Liquids.

Praxiswerte aus Pod-Setups mit High-VG zeigen:

  • Bei moderater Nutzung sind 10–20 Füllungen pro Pod realistisch, bevor Geschmack und Nachfluss merklich nachlassen.
  • In Systemen, die konsequent mit 70VG betrieben werden, ist ein etwas häufigerer Podwechsel sinnvoll, um Aromenreinheit und konstante Performance zu sichern.

Sobald du:

  • eine anhaltende Geschmacksabnahme,
  • eine deutliche Verdunkelung des Liquids im Tank oder
  • wiederkehrende leichte Kokelnoten bei unveränderter Einstellung bemerkst,

ist es Zeit, den Pod zu wechseln.


5. Typische Probleme mit High-VG im Pod – und ihre Lösungen

Diagramm – Nachflussprobleme und optimale Einstellungen bei High-VG in Pod-Systemen

5.1 Dry Hits und kokeliger Geschmack

Symptome: Plötzlich kratziger, verbrannter Geschmack, oft schon nach wenigen Zügen, manchmal begleitet von leichtem Hustenreiz.

Hauptursachen bei High-VG:

  • Zu hohe Leistung für den verwendeten Coil.
  • Zu zähes Liquid für enge Nachflusskanäle.
  • Unzureichendes Priming des Pods.
  • Zuviele Züge hintereinander ohne Pause.

Lösungen:

  1. Leistung in 0,5–1 W Schritten absenken.
  2. Bei Geräten mit einstellbarer Airflow: Airflow weiter öffnen.
  3. Pod auf sichtbare Verfärbungen prüfen und ggf. ersetzen.
  4. Prüfen, ob ein etwas dünneres Liquid (z. B. 60/40 statt 70VG) die Situation verbessert.

Detaillierte Hilfestellungen bei verbranntem Geschmack findest du auch im Artikel Verbrannter Geschmack beim Mesh Coil: Ursachen & Lösungen.

5.2 Blubbern, Auslaufen und Kondensat

Ein weit verbreiteter Mythos lautet: „High-VG verhindert Lecks komplett, weil es dickflüssiger ist.“ In der Praxis ist das nur teilweise richtig. Zwar neigen sehr dünnflüssige Liquids eher zum Siffen, aber High-VG kann andere Probleme erzeugen:

  • Überpriming: Zu viel Liquid in der Watte führt zu Blubbern und gelegentlichem Spucken.
  • Temperaturschwankungen: In warmen Umgebungen wird auch VG dünner und kann über die Luftkanäle austreten.
  • Kondensat im Schacht: Dichter Dampf führt leichter zu Kondenswasser rund um den Pod.

Lösungen:

  • Pod nicht überfüllen und langsam durch die Befüllöffnung füllen, um Überdruck zu vermeiden.
  • Gerät regelmäßig vom Mundstück abwischen, besonders im Bereich des Airflow-Schachts.
  • Auf Reisen das Pod System aufrecht transportieren und Temperaturwechsel (z. B. Auto im Sommer) beachten.

Wie du E-Liquid-Lecks generell in den Griff bekommst, ist ausführlich im Beitrag E-Liquid Leck im Pod? So beheben Sie das Problem beschrieben.

5.3 Zu starker Throat Hit trotz High-VG

Viele gehen davon aus, dass High-VG automatisch „sanft“ ist. Tatsächlich spielt die Nikotinstärke eine ebenso große Rolle. In leistungsstärkeren Mesh-Pods mit 0,8 Ω können hohe Nic-Salt-Stärken sehr intensiv ausfallen – auch bei 70VG.

Erfahrungswerte zeigen:

  • In 0,8 Ω Mesh-Pods mit 15–18 W funktionieren 10–12 mg/ml Nic Salt oder 6–9 mg/ml Freebase angenehm.
  • In 1,1 Ω MTL-Pods bei 9–12 W sind 14–20 mg/ml Nic Salt üblich, da der Dampf kühler und die Dampfmenge geringer ist.

Wenn dir High-VG trotz weicherer Basis zu stark im Hals ist, liegt die Lösung selten im PG/VG-Verhältnis, sondern eher in einer angepassten Nikotinstärke oder einem anderen Coil-Typ mit weniger Leistung.

Weitere Hinweise zur Wahl der Nikotinstärke findest du im Beitrag Die richtige Nikotinstärke für Ihr Pod System finden.


6. Fortgeschrittene Pod-Systeme: Wann sich der Umstieg lohnt

6.1 Mehr Kontrolle durch einstellbare Leistung und Display

Wer regelmäßig mit High-VG dampft, profitiert spürbar von Pod Systemen, die Leistung, Widerstand und Akkustand auf einem Display anzeigen und eine Wattage-Einstellung erlauben. So lässt sich das Verhältnis von Liquidviskosität, Coil und Leistung präzise abstimmen.

Ein Beispiel aus der Praxis ist die ELFA MASTER Obsidian Black (Limited Edition). Dieses Gerät bietet:

  • einen integrierten 850 mAh Akku mit USB-C-Schnellladung,
  • ein Farbdisplay mit Anzeige von Akkustand, Leistung und Widerstand,
  • zwei Leistungsbereiche: 9–12 Watt für 1,1 Ω Pods und 15–18 Watt für 0,8 Ω Mesh-Pods.

Damit lässt sich sehr gut abbilden, was wir weiter oben als Faustregel beschrieben haben: 50–60 % VG in höheren Widerständen und 60–70 % VG in leistungsstärkeren Mesh-Pods.

ELFA MASTER Obsidian Black (Limited Edition)

6.2 High-VG und Akkukapazität: Mehr Watt = mehr Verbrauch

High-VG wird häufig mit etwas höherer Leistung gedampft, um genügend Dampf und Temperatur zu erzeugen. Das hat direkte Auswirkungen auf den Akkubedarf:

  • Ein Pod mit 0,8 Ω Mesh bei 17 W verbraucht im Alltag leicht 30–40 % mehr Akkukapazität als derselbe Pod bei 13 W.
  • Geräte mit Akkus um 800–900 mAh reichen so in der Praxis für einen typischen Tag bei moderater Nutzung; bei Heavy Usern sind Zwischendurchladungen üblich.

Ein Gerät wie die erwähnte ELFA MASTER mit 850 mAh und USB‑C-Schnellladung ist hier im Vorteil, weil kurze Nachladungen zwischendurch ausreichen, um den Tag abzudecken.

6.3 Kompatible Pod-Ökosysteme sinnvoll nutzen

Fortgeschrittene Pod-Systeme bieten oft eine gemeinsame Basis für unterschiedliche Pods (z. B. vorbefüllt vs. refillable, verschiedene Widerstände). Das hat zwei Vorteile für High-VG-Nutzer:

  • Du kannst je nach Liquid zwischen einem 1,1 Ω Pod (z. B. für 50/50 oder höheres Nikotin) und einem 0,8 Ω Mesh-Pod (z. B. für 60–70 % VG) wechseln.
  • Du nutzt denselben Akku und dieselbe Bedienlogik, musst also nicht mehrere Geräte mitführen.

Ein weiterer Akkuträger für fortgeschrittene Nutzer ist das ELFBAR MAX Kit Purple mit 0,8 Ω Mesh Coil, bis zu 15 W Ausgangsleistung und einem herausnehmbaren 650 mAh Akku, der sich via USB‑C schnell laden lässt. In Kombination mit geeigneten, auf das System abgestimmten Pods entstehen Setups, die gezielt für High-VG-Betrieb optimiert werden können.

ELFBAR MAX Kit Purple


7. Gesundheitliche Einordnung: Was sagen Studien und Behörden?

Auch wenn dieser Artikel sich vor allem auf Technik und Handhabung konzentriert, spielt der gesundheitliche Kontext immer eine Rolle – gerade für Umsteiger von Tabakzigaretten.

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung beschreibt in seinen Stellungnahmen zu E‑Zigaretten, abrufbar unter bfr.bund.de/e-zigaretten, dass das gesundheitliche Risiko von E‑Zigaretten im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten zwar deutlich reduziert ist, aber nicht Null. Insbesondere können beim Erhitzen von Liquids Stoffe wie Carbonylverbindungen entstehen, deren Menge jedoch stark von Gerät, Leistung und Nutzungsverhalten abhängt.

Systematische Übersichtsarbeiten, wie sie in der Cochrane Library veröffentlicht werden, zeigen zugleich, dass nikotinhaltige E‑Zigaretten in Studien bei erwachsenen Rauchern höhere Erfolgsraten beim Rauchstopp erreichen als klassische Nikotinersatztherapien. Diese Erkenntnisse beziehen sich allerdings auf komplette Rauchstoppprogramme und nicht speziell auf High-VG-Pods.

Die DEBRA-Studie zur Tabak- und Nikotinnutzung in Deutschland (debra-study.info) weist darauf hin, dass E‑Zigaretten vor allem von erwachsenen Rauchern und Ex-Rauchern genutzt werden. Für die Praxis bedeutet das: Pod Systeme mit High-VG sind ein Werkzeug für informierte, erwachsene Nutzer – keine Lifestyle-Gadgets für Minderjährige.

Wichtiger Hinweis (YMYL)

Alle gesundheitlichen Hinweise in diesem Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keinesfalls eine medizinische Beratung. Wer Vorerkrankungen der Lunge, des Herz-Kreislauf-Systems oder andere relevante Gesundheitsprobleme hat, sollte vor der Nutzung von E‑Zigaretten unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren.


8. Schnelle Checkliste: High-VG im Pod sicher nutzen

Nutze diese Liste als praktisches Werkzeug, bevor du ein High-VG-Liquid in dein Pod System füllst:

  1. Coil-Typ prüfen: 0,8 Ω Mesh → 60–70 % VG; 1,1 Ω Standard → besser 50–60 % VG.
  2. Leistungsbereich setzen: In der Mitte der Herstellerspanne starten (z. B. 16 W bei 0,8 Ω, 10 W bei 1,1 Ω).
  3. Airflow anpassen: So weit öffnen, dass der Dampf angenehm kühl bleibt, ohne den Zugcharakter zu verlieren.
  4. Pod primen: 5–10 Minuten nach dem Befüllen warten und die ersten Züge sanft nehmen.
  5. Füllstand im Blick behalten: Nicht unter das letzte Viertel fallen lassen, besonders bei 70VG.
  6. Nikotinstärke abstimmen: In leistungsstarken Mesh-Pods eher niedrigere mg-Werte wählen.
  7. Pod regelmäßig wechseln: Spätestens bei anhaltender Geschmacksabnahme oder Dunkelfärbung des Liquids.

Wichtigste Erkenntnisse auf einen Blick

  • High-VG bedeutet in der Praxis Liquids ab etwa 70 % VG; für viele Pod Systeme sind 60–70 % VG der sinnvolle Bereich, vor allem bei 0,8 Ω Mesh-Coils.
  • Pod Systeme mit einstellbarer Leistung und Airflow sind klar im Vorteil, weil sie High-VG durch präzises Feintuning stabil und geschmacksstark betreiben können.
  • Sorgfältiges Priming, moderates Wattage-Setting und rechtzeitiges Nachfüllen sind die drei zentralen Hebel, um Dry Hits und kokeligen Geschmack zu vermeiden.
  • Gesundheitliche Bewertungen von Institutionen wie dem BfR und Übersichtsarbeiten der Cochrane Library ordnen E‑Zigaretten als potenziell deutlich weniger schädlich als Tabakrauch ein, betonen aber, dass sie keine harmlose Lifestyle-Anwendung sind.
  • Für fortgeschrittene Nutzer, die dichte Wolken, intensiven Geschmack und Kontrolle über ihr Setup suchen, ist die Kombination aus High-VG-Liquid und leistungsfähigem Pod System eine leistungsstarke, aber verantwortungsvoll zu nutzende Option.

Michael

Rezension von: Michael

Hallo! Ich bin Michael vom offiziellen ELFBAR Germany Team.
Als leidenschaftlicher Vaper und ehemaliger Raucher kenne ich die Herausforderungen des Umstiegs aus eigener Erfahrung.
Hier im Blog teile ich praktische Tipps, beantworte eure Fragen und halte euch über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Gemeinsam machen wir Vaping einfach und verständlich!

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