Wartungsfehler bei E-Zigaretten, die man meiden sollte
Einleitung: Kleine Wartungsfehler, große Wirkung
Eine moderne E‑Zigarette oder ein Pod-System wirkt von außen simpel. Innen arbeiten jedoch Akku, Elektronik, Mesh-Coil und E‑Liquid-Zufuhr fein aufeinander abgestimmt. Kleine Wartungsfehler führen hier schnell zu verbranntem Geschmack, undichten Pods oder sogar zu früh defekten Akkus – und genau diese Frustmomente lassen sich in vielen Fällen vermeiden.
In diesem Artikel erhalten Sie einen praxisnahen Überblick über die häufigsten Wartungsfehler bei wiederaufladbaren E‑Zigaretten und Pod-Systemen – und konkrete Schritt-für-Schritt-Lösungen. Die Hinweise orientieren sich an gängigen Geräten mit Mesh-Coils und Podtechnik sowie an Erfahrungswerten aus dem Alltag. Offizielle Vorgaben wie die Kapazitätsbeschränkung und Kennzeichnungspflichten aus dem deutschen TabakerzG und der EU-TPD bilden dabei den regulatorischen Rahmen, innerhalb dessen sich seriöse Produkte bewegen.

Fehler 1: Coils und Pods zu selten (oder zu spät) wechseln
Der mit Abstand häufigste Wartungsfehler ist ein zu spät gewechselter Coil oder Pod. Viele Nutzer interpretieren erste Warnzeichen falsch und dampfen weiter – mit deutlich schlechterem Geschmack und unnötiger Belastung der Hardware.
Woran erkennt man einen fälligen Coil?
Nach praktischer Erfahrung halten Mesh-Pods für MTL-Dampfen (mouth-to-lung) bei intensivem Einsatz meist 7–14 Tage, bei moderater Nutzung 2–4 Wochen. Entscheidend sind jedoch weniger starre Zeitintervalle als diese Signale:
- Geschmack wird dumpf oder „flach“
- E‑Liquid wirkt im Tank deutlich dunkler
- Dampfmenge lässt sichtbar nach
- Es kratzt im Hals, obwohl Nikotinstärke und Zugtechnik unverändert sind
Spätestens wenn zwei dieser Anzeichen zusammen auftreten, ist es Zeit für einen neuen Pod oder Coil. Wer länger wartet, riskiert verbrannten Geschmack und eine Überhitzung der Wicklung.
Für typische Mesh-Pods und -Coils haben wir die Praxiswerte in einer Übersicht gebündelt:
| Nutzungsprofil | Typische Haltbarkeit Mesh-Pod | Typische Haltbarkeit Coil (falls einzeln wechselbar) | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Starker MTL-Nutzer (täglich 15–20 ml) | 7–14 Tage | 7–10 Tage | Frühzeitig ersetzen, Geschmack im Blick behalten |
| Durchschnittlicher Nutzer (5–10 ml/Tag) | 2–4 Wochen | 2–3 Wochen | Auf Farbveränderung des Liquids achten |
| Gelegenheitssystem (<5 ml/Tag) | 4–6 Wochen | 3–5 Wochen | Spätestens bei Geschmacksverlust wechseln |
Diese Werte sind Erfahrungswerte und kein starres Gesetz: Entscheidend ist, wie „sauber“ das verwendete Liquid verdampft und wie hoch die Leistungsstufe eingestellt ist.
Typischer Fehler: „Ich dampfe, bis es gar nicht mehr geht“
Viele Nutzer versuchen, einen Coil „bis zum letzten Zug“ zu verwenden. Das spart auf den ersten Blick ein paar Euro, führt aber regelmäßig zu:
- deutlich höherer Belastung des Liquids durch Überhitzung
- mehr Rückständen im Pod
- frustriertem Umstieg zurück zur Tabakzigarette
Die gesundheitliche Bewertung von E‑Zigaretten hängt stark von der sachgerechten Nutzung ab. Das Bundesinstitut für Risikobewertung betont in seinen Stellungnahmen zu E‑Zigaretten, dass das Emissionsprofil deutlich günstiger ist als bei Tabakrauch, sofern Geräte korrekt betrieben werden und geeignete Flüssigkeiten genutzt werden. Werden Coils übermäßig überlastet, steigt die Emissionsmenge unnötig an, auch wenn sie nach aktuellen Daten des BfR weiterhin deutlich unter der einer Tabakzigarette bleibt.
So machen Sie es besser
- Beobachten Sie Geschmack und Farbe Ihres Liquids bewusst.
- Notieren Sie sich bei neuen Pods das Einbaudatum; so erkennen Sie Muster.
- Halten Sie mindestens einen Ersatzpod griffbereit, etwa einen ELFA TURBO Refillable Pod 0.8 Ω (Leer-Pod) für passende Geräte, damit Sie bei den ersten Warnzeichen unkompliziert wechseln können.
Fehler 2: Falsches Anfeuchten (Priming) neuer Mesh-Coils
Der zweithäufigste Wartungsfehler ist ein schlecht oder gar nicht angefeuchteter neuer Coil. Gerade Mesh-Coils liefern sehr intensiven Geschmack, reagieren aber empfindlich auf Trockenlaufen („Dry Hit“).
Was beim Priming im Coil passiert
Im Inneren der Pod-Kartusche sitzt ein Baumwoll- oder Fasermaterial, das sich mit E‑Liquid vollsaugt und die Heizfläche gleichmäßig versorgt. Wird die Coil-Fläche erhitzt, bevor diese Watte gut durchtränkt ist, verbrennt das Material lokal. Die Folge:
- permanenter Beigeschmack von verkohlter Watte bereits nach wenigen Zügen
- deutlich verkürzte Lebensdauer (teilweise nur 1–2 Tage statt 1–3 Wochen)
- in schlechten Fällen sichtbare Verfärbung des Liquids kurz nach Erstbefüllung
Typische Priming-Fehler
- Keine Wartezeit nach dem Befüllen – Gerät direkt nach dem Einfüllen nutzen.
- Zu kurze Wartezeit bei dickflüssigen Liquids – insbesondere bei hohem VG-Anteil (Vegetable Glycerin).
- Extrem starke Züge in den ersten Minuten – hoher Flüssigkeitsbedarf, den die noch trockene Watte nicht nachliefern kann.
Praxisregel: 3–5 Tropfen und 5–10 Minuten Ruhe
In der Praxis hat sich für neue Mesh-Pods folgende Vorgehensweise bewährt:
- Pod füllen und darauf achten, nicht bis ganz zum Rand zu befüllen (Details dazu im nächsten Abschnitt).
- 3–5 Tropfen E‑Liquid direkt durch die seitlichen Coil-Öffnungen auf die Watte geben.
- Pod einsetzen und das Gerät 5–10 Minuten ruhen lassen.
- Optional 3–5 kurze Züge ohne Aktivierung nehmen, um Liquid in die Watte zu ziehen.
So reduzieren Sie das Risiko eines Dry Hits deutlich und verlängern die Lebensdauer jedes Pods. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für Mesh-Coils finden Sie auch im Beitrag „Anleitung: So reinigen Sie Ihren Mesh Coil richtig“.
Fehler 3: Überfüllte Pods und daraus resultierende Lecks
Viele Leckageprobleme sind schlicht auf überfüllte Pods zurückzuführen. Gerade bei wiederbefüllbaren Pod-Systemen unterschätzen Nutzer, wie wenig Luft für die Ausdehnung des Liquids verbleiben sollte.
Warum Überfüllung so problematisch ist
E‑Liquid dehnt sich bei Erwärmung leicht aus – etwa während des Ladevorgangs oder bei höheren Raumtemperaturen. Ist der Pod bis zum Rand gefüllt, passiert Folgendes:
- Beim Wiedereinsetzen des Pods wird Liquid durch Druck nach unten in die Verdampferkammer gepresst.
- Dort sammelt es sich im Luftkanal und tritt über Airflow-Öffnungen oder das Mundstück aus.
- Zugwiderstand wird „blubberig“, Geschmacksqualität sinkt.
Außerdem kann überschüssiges Liquid an die elektrischen Kontakte gelangen. Das führt zwar in der Regel nicht zu einem gefährlichen Kurzschluss, begünstigt aber Kontaktprobleme und Fehlermeldungen.
Die 2–3-mm-Regel beim Befüllen
Bewährt hat sich die Faustregel, den Pod 2–3 mm unterhalb der Oberkante des Befülllochs zu stoppen. Damit bleibt genügend Luft für:
- das Einsetzen des Pods, ohne Liquid in die Luftkanäle zu drücken
- thermische Ausdehnung bei warmen Temperaturen oder während des Ladens
Nutzer berichten aus der Praxis, dass sich Leckagen mit dieser simplen Maßnahme um geschätzt 60–70 % reduzieren lassen, insbesondere bei täglichen Temperaturwechseln zwischen Wohnung und draußen.
So befüllen Sie Pods richtig – Checkliste
- Gerät waagerecht halten, Pod langsam füllen.
- Sichtbare Markierungen (falls vorhanden) als Obergrenze nutzen.
- Immer ein sauberes Tuch bereithalten und überschüssiges Liquid sofort abwischen.
- Nach dem Befüllen 1–2 Minuten warten, bevor Sie den Pod einsetzen.
Fehler 4: Falsches PG/VG-Verhältnis und unpassende Leistung
Nicht jedes E‑Liquid passt zu jeder Coil. Ein häufiger Fehler ist die Verwendung sehr zähflüssiger Liquids bei niedriger Leistung oder umgekehrt sehr dünnflüssiger Liquids bei hohen Leistungen.
Viskosität und Wattleistung – wie passt das zusammen?
Die Zähflüssigkeit eines Liquids hängt hauptsächlich vom Verhältnis von Propylenglykol (PG) zu pflanzlichem Glycerin (VG) ab. Hohe VG-Anteile machen das Liquid dickflüssiger. Das ist für direkte Lungenzüge und hohe Leistungen sinnvoll, kann in klassischen MTL-Pods aber zu Nachflussproblemen führen.
Für typische Pod-Systeme mit Mesh-Coils haben sich folgende Bereiche bewährt:
- 0,8-Ω-Mesh-Pods (Turbo-/Low-Resistance): 15–18 Watt, eher ausgewogene PG/VG-Mischungen.
- 1,1-Ω-Pods: 9–12 Watt, je nach Zugtechnik auch etwas höhrere PG-Anteile für klaren Geschmack.
Wer sehr dickflüssige Liquids in Pods mit geringer Leistung nutzt, riskiert unzureichenden Nachfluss – Dry Hits inklusive. Umgekehrt kann ein sehr dünnflüssiges Liquid bei hoher Leistung leichter in die Airflow gelangen.
Eine detaillierte Betrachtung des PG/VG-Verhältnisses in Pod-Systemen finden Sie im Artikel „PG/VG-Verhältnis: Welches E-Liquid für Ihr Pod System?“.
Häufiger Irrtum: „Mehr Watt = besserer Geschmack“
Ein verbreiteter Mythos ist, dass höhere Wattleistung automatisch besseren Geschmack liefert. In der Praxis zeigt sich jedoch:
- Zu hohe Leistung führt zu übermäßigem Liquidverbrauch und erhöhter Coil-Temperatur.
- Geschmacksspitze liegt meist in einem relativ schmalen Bereich – bei vielen MTL-Mesh-Pods zwischen 10 und 18 Watt, abhängig vom Widerstand.
- Jenseits dieser „Sweet Spot“-Zone steigt das Risiko für Dry Hits und chemische Nebenreaktionen stark an.
Wer sein Gerät im oberen Leistungsbereich betreibt, sollte genau beobachten, ob der Geschmack wirklich gewinnt – oder ob nur mehr Hitze ohne Mehrwert entsteht. Der Beitrag „Vorteile von Mesh Coils für intensiven E-Liquid Geschmack“ erläutert, warum Mesh-Coils bereits bei moderaten Leistungen ein sehr intensives Aroma liefern.
Fehler 5: Fehlende oder falsche Reinigung
Viele Probleme, die wie Coil-Defekte wirken, hängen in Wirklichkeit mit mangelnder Reinigung zusammen. E‑Liquid-Rückstände, Flusen und Kondensat sammeln sich an Kontakten und im Mundstück.
Was passiert, wenn man nie reinigt?
- Kontaktprobleme: Elektrische Kontakte zwischen Pod und Gerät werden durch Liquidreste und Staub verunreinigt, der Widerstand steigt, Fehlermeldungen („kein Atomizer“) werden wahrscheinlicher.
- Hygieneprobleme: Kondensat am Mundstück ist ein idealer Sammelplatz für Staub und Fusseln in der Hosentasche.
- Geschmacksverlust: Ablagerungen im Luftkanal können den Zugwiderstand verändern und Aromen verfälschen.
Praxisroutine: Wöchentliche Kur-Reinigung
Nach Erfahrung aus dem Nutzeralltag hat sich ein einfaches Reinigungsintervall von einmal pro Woche bewährt – bei sehr intensivem Gebrauch auch häufiger.
Empfohlene Schritte:
- Gerät ausschalten, Pod abziehen.
- Kontakte und Podaufnahme mit einem fusselfreien Tuch trocken auswischen.
- Bei stärkeren Verschmutzungen ein leicht angefeuchtetes (fast trockenes) Tuch oder ein Isopropanol-Reinigungstuch nutzen – niemals Flüssigkeit in die Elektronik tropfen lassen.
- Mundstück (falls abnehmbar) unter warmem Wasser ausspülen und vollständig trocknen lassen.
Die im Artikel „Anleitung: So reinigen Sie Ihren Mesh Coil richtig“ beschriebenen Grundprinzipien gelten auch für viele Pod-Systeme: So wenig Feuchtigkeit wie möglich an die Elektronik, so viel Sauberkeit wie nötig für guten Kontakt und Geschmack.
Fehler: Alkohol im Liquidkanal
Ein häufiger Reinigungsfehler ist der Einsatz alkoholhaltiger Reiniger im Liquidkanal oder direkt auf der Watte. Das kann:
- die Watte beschädigen oder verhärten
- unangenehme Nebengerüche verursachen
- Rückstände hinterlassen, die beim nächsten Erhitzen mitverdampfen
Reinigen Sie nur äußere Bereiche und die Podaufnahme mit minimaler Feuchtigkeit und lassen Sie alles vollständig trocknen.
Fehler 6: Ungünstige Lagerung und Auslaufen unterwegs
Pod-Systeme sind für mobile Nutzung gemacht – damit steigt aber auch die Gefahr von Auslaufen in der Tasche oder im Rucksack. Viele Lecks lassen sich durch einfache Gewohnheiten verhindern.
Typische Lagerungsfehler
- Gerät liegt dauerhaft horizontal, z. B. auf dem Sofa oder Bett.
- Pod ist randvoll gefüllt und wird in warmen Umgebungen gelagert.
- Geräte werden ungeschützt mit Schlüsseln oder Münzen in einer Tasche transportiert.
Durch die Schwerkraft kann sich Liquid im Luftkanal sammeln und dann, etwa beim nächsten Zug, in Richtung Mundstück fließen. Wird das Gerät zusätzlich geschüttelt oder erwärmt, verstärkt sich dieser Effekt.
Bessere Routine: Aufrecht lagern und Pod prüfen
- Lagern Sie Ihre E‑Zigarette nach Möglichkeit aufrecht, beispielsweise in einem Glas oder auf einer dafür vorgesehenen Halterung.
- Prüfen Sie vor dem Transport, ob das Mundstück sauber und trocken ist.
- Entfernen Sie bei längeren Pausen (z. B. mehrere Tage) den Pod und lagern Sie ihn getrennt, idealerweise ebenfalls stehend.
Diese einfachen Maßnahmen reduzieren die Wahrscheinlichkeit von Kondensatansammlungen und Leckagen deutlich.
Fehler 7: Unterschätzte Akku-Pflege und Ladefehler
Auch wenn Lithium-Ionen-Akkus robust sind, reagieren sie empfindlich auf extreme Ladegewohnheiten. Eine schlechte Akkupflege kann die Kapazität deutlich schneller altern lassen.
Was dem Akku schadet
- Tiefe Entladung: Das Gerät immer wieder „bis nichts mehr geht“ leer ziehen.
- Dauerhaft 100 %: Das Gerät permanent am Ladegerät lassen.
- Hohe Temperaturen: Laden auf der Heizung, in der Sonne oder im Auto.
Praxisdaten aus verschiedenen Geräten zeigen, dass Akkus, die regelmäßig bis unter 10 % entladen werden, ihre Kapazität spürbar schneller verlieren als solche, die überwiegend im Bereich von 20–90 % betrieben werden.
Besser laden – so geht’s
- Möglichst vor Erreichen der 10–20-%-Restkapazität nachladen.
- Standard-USB-Netzteil (5 V, 1–2 A) nutzen – Schnelllade-Experimente vermeiden.
- Beim Erreichen von etwa 80–90 % kann das Abziehen vom Ladegerät die Lebensdauer verlängern.
Ein Akkuträger mit klarer Anzeige von Ladestand und Leistung, wie das ELFA MASTER Dusty Pink, erleichtert die Orientierung: Sie sehen auf dem Display jederzeit, mit welcher Leistung Sie dampfen und wie viel Reserve der integrierte Akku noch bietet.
Gesetzlicher Rahmen: Entsorgung und Batteriegesetz
Die Pflege des Akkus endet nicht mit der täglichen Nutzung. Das deutsche Batteriegesetz (BattG), veröffentlicht über das Bundesumweltministerium (BMUV), verpflichtet Händler und Hersteller dazu, Altbatterien und Akkus zurückzunehmen. Für Nutzer bedeutet das:
- E‑Zigaretten mit fest verbauten Akkus gehören nicht in den Hausmüll.
- Defekte oder alte Geräte sollten an Rücknahmestellen oder über entsprechende Sammelstellen entsorgt werden.
Seriöse Anbieter weisen auf ihren Seiten auf diese Rückgabemöglichkeiten hin und sind bei der Stiftung EAR registriert, die das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) überwacht. So stellen sie sicher, dass Altgeräte fachgerecht recycelt werden.
Fehler 8: Ignorieren von Warnzeichen und Fehlermeldungen
Moderne Pod-Systeme sind mit Schutzfunktionen und teilweise mit Displays ausgestattet. Ignorierte Warnzeichen führen nicht nur zu schlechtem Geschmack, sondern können auf Defekte hinweisen.
Typische Warnsignale
- Gerät wird ungewöhnlich heiß.
- Anzeige meldet „No Atomizer“ oder ähnliches – obwohl ein Pod eingesetzt ist.
- Akku entlädt sich extrem schnell.
Wenn solche Symptome dauerhaft auftreten, sollten Sie:
- Pod auf sichtbare Schäden (Risse, defekte Dichtungen) prüfen.
- Kontakte gründlich reinigen.
- Einen neuen Pod testen, um einen Defekt des Pods auszuschließen.
- Bei fortbestehenden Problemen den Kundendienst kontaktieren.
Geräte mit klar strukturiertem Display – etwa ein Pod-Akkuträger wie ein ELFBAR MAX Kit – helfen, Fehlermeldungen besser einzuordnen, weil Widerstand, Leistung und Akkustand auf einen Blick ersichtlich sind. So erkennen Sie schneller, ob ein Problem am Pod, an der Leistungseinstellung oder am Akku liegt.
Entscheidungshelfer: Wann ist welcher Schritt fällig?
Die folgende Übersicht fasst typische Situationen zusammen und zeigt, welche Maßnahme in der Praxis meist hilft.
| Symptom | Wahrscheinlichste Ursache | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|---|
| Dumpfer Geschmack, dunkles Liquid | Coil/Pod gealtert, Rückstände | Pod/Coil wechseln, Liquid erneuern |
| Plötzlicher „verbrannter“ Zug | Unzureichend geprimter Coil, zu hohe Leistung | Leistung reduzieren, Coil prüfen, ggf. Pod ersetzen |
| Blubbernde Geräusche, Liquid im Mund | Überfüllter Pod, Liquid in Luftkanal | Pod reinigen, künftig 2–3 mm unter Fülloberkante bleiben |
| Gerät meldet „kein Atomizer“ | Kontakt verschmutzt, Pod defekt | Kontakte reinigen, Pod tauschen |
| Starker Akkuverlust über den Tag | Akku gealtert, zu hohe Leistung | Leistung anpassen, Ladegewohnheiten optimieren |
| Leck in Tasche oder Hosentasche | Horizontal gelagert, Temperaturwechsel | Aufrecht lagern, Pod nicht randvoll füllen |
Diese Tabelle ersetzt keine individuelle Fehleranalyse, bietet aber einen schnellen Einstieg, insbesondere für Nutzer, die wiederholt dieselben Symptome beobachten.
Rechtlicher Rahmen: Warum Wartung und Produktwahl zusammengehören
Bei der Wartung von E‑Zigaretten geht es nicht nur um Technik, sondern auch um den rechtlichen Rahmen. Das deutsche Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) und die EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD) begrenzen unter anderem:
- die maximale Füllmenge von Nachfüllbehältern
- die Nikotinkonzentration auf 20 mg/ml
- die Art der Warnhinweise und Sicherheitsinformationen auf Verpackungen
Für Nutzer bedeutet das: Wer Geräte und Pods aus zuverlässigen Quellen bezieht, kann davon ausgehen, dass diese Vorgaben eingehalten werden. Das erleichtert wiederum die Wartung, weil Kapazität, Leistung und Liquidmenge sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.
Parallel dazu zeigen Marktberichte des deutschen E‑Zigarettenhandels, etwa der VdeH Branchenbericht, dass der Schwarzmarkt für nicht konforme Produkte gewachsen ist. Solche Produkte umgehen Steuer- und Sicherheitsregeln und können auch bei der Wartung zum Problem werden – etwa bei nicht ersetzbaren Coils oder undichten Tanks. Eine sachgerechte Pflege setzt daher voraus, dass das Gerät überhaupt den geltenden Normen entspricht.
Häufige Missverständnisse rund um Wartung und Pflege
Zum Abschluss einige Mythen, die in Foren und Communitys regelmäßig auftauchen – und warum sie so nicht stimmen:
Mythos 1: „Pods müssen nicht gereinigt werden, die werden ja sowieso weggeworfen.“
Auch wenn Pods Verschleißteile sind, verlängert eine einfache Außenreinigung (Kontakte, Mundstück) die Nutzungsdauer deutlich und verbessert das Geschmackserlebnis.
Mythos 2: „Je höher der Nikotingehalt, desto besser der Geschmack.“
Der Nikotinanteil hat nur indirekt Einfluss auf den Geschmack. Kritischer für Geschmack und Haltbarkeit der Coils sind Wattleistung, PG/VG-Verhältnis und Priming.
Mythos 3: „Wenn die E‑Zigarette kratzt, ist sie defekt.“
Kratziger Dampf kann viele Ursachen haben: zu hohe Leistung, zu alte Coil, zu wenig Priming oder schlicht eine zu hohe Nikotinstärke. Erst wenn einfache Wartungsmaßnahmen nichts bringen, ist ein Defekt wahrscheinlich.
Wer diese Missverständnisse kennt, trifft bessere Entscheidungen bei Wartung und Geräteeinstellung.
Wichtige Erkenntnisse auf einen Blick
- Regelmäßiger Coil-/Pod-Wechsel ist der wichtigste Schritt, um verbrannten Geschmack und unnötige Emissionen zu vermeiden.
- Sorgfältiges Priming neuer Mesh-Pods mit 3–5 Tropfen Liquid und 5–10 Minuten Wartezeit schützt vor Dry Hits.
- Korrektes Befüllen (2–3 mm unter der Oberkante) und aufrechte Lagerung reduzieren Lecks deutlich.
- Passende Liquids und Leistung (z. B. 9–12 W bei 1,1 Ω und 15–18 W bei 0,8 Ω) schonen die Coil und liefern stabilen Geschmack.
- Regelmäßige Reinigung von Kontakten und Mundstück verbessert Zuverlässigkeit und Hygiene.
- Akkupflege – kein dauerndes Voll- oder Tiefentladen, keine Hitze – verlängert die Lebensdauer des integrierten Akkus.
- Der rechtliche Rahmen (TabakerzG, TPD, BattG) sorgt dafür, dass Geräte und Liquids grundlegende Sicherheitsanforderungen erfüllen; Wartung baut darauf auf.
FAQ: Häufige Fragen zur Wartung von E‑Zigaretten
Wie oft sollte ich meinen Pod wechseln?
Bei intensivem täglichen Gebrauch haben sich 7–14 Tage bewährt, bei moderatem Gebrauch 2–4 Wochen. Wichtiger sind aber Geschmack, Farbe des Liquids und Dampfmenge als starre Zeitintervalle.
Was tun bei verbranntem Geschmack trotz neuem Pod?
Prüfen Sie, ob der Pod vor der ersten Nutzung ausreichend geprimt wurde (3–5 Tropfen auf die Watte, 5–10 Minuten warten). Reduzieren Sie die Wattleistung schrittweise und testen Sie, ob der Geschmack sich bessert, wie es auch im Beitrag „Verbrannter Geschmack beim Mesh Coil: Ursachen & Lösungen“ erläutert wird.
Ist es schlimm, wenn meine E‑Zigarette mal komplett leer wird?
Einzelne tiefe Entladungen sind technisch meist unkritisch. Auf Dauer beschleunigen häufige Tiefentladungen jedoch den Kapazitätsverlust. Laden Sie daher möglichst im Bereich von 20–90 % nach.
Warum läuft mein Pod-System immer wieder aus?
Die häufigsten Ursachen sind Überfüllung, horizontale Lagerung und starke Temperaturwechsel. Prüfen Sie außerdem Dichtungen und Kontakte und reinigen Sie die Podaufnahme regelmäßig.
Wie entsorge ich alte E‑Zigaretten und Pods?
Pods ohne fest verbauten Akku können in der Regel über den Restmüll entsorgt werden, sofern sie vollständig entleert sind. Geräte mit fest eingebautem Akku gehören zur Rücknahmestelle für Elektroaltgeräte oder zur Batteriesammlung, wie im BattG vorgesehen.
Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Personen mit bestehenden Vorerkrankungen der Atemwege oder des Herz-Kreislauf-Systems sollten vor der Nutzung von E‑Zigaretten Ärztinnen oder Ärzte konsultieren. Die genannten Wartungstipps richten sich an erwachsene Nutzer gesetzeskonformer E‑Zigarettenprodukte.