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DTL oder MTL? Finde den Zug für dein fortgeschrittenes Pod

Michael
Rezension von: Michael

Moderne Pod Systeme für Fortgeschrittene haben einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen dir die Wahl, wie du ziehen möchtest. Du kannst einen straffen, zigarettenähnlichen Mouth-to-Lung-Zug (MTL) einstellen oder einen freien, dichten Direct-to-Lung-Zug (DTL) – oft sogar beides auf demselben Gerät. In diesem Leitfaden zeige ich dir, wie du dein fortgeschrittenes Pod System so einstellst, dass Zugstil, Coil, Leistung (Watt) und Airflow perfekt zusammenpassen.

Wir gehen praxisnah vor: Zuerst klären wir, was MTL und DTL technisch und vom Gefühl her unterscheidet. Dann übersetzen wir das in klare Einstellungs-Empfehlungen für Widerstand, Leistung und Luftzug. Anhand von konkreten Beispielen mit regelbaren Pod-Systemen wie dem ELFX Kit und der ELFA MASTER lernst du, wie du zwischen MTL und DTL wechseln kannst, ohne ständig Fehler wie verbrannte Coils, zu starken Throat Hit oder Siffen zu produzieren.

1. MTL vs. DTL – was steckt hinter den Zugarten?

1.1 Wie sich MTL und DTL anfühlen

Mouth-to-Lung (MTL) bedeutet: Der Dampf wird zuerst in den Mund gezogen, kurz „geparkt“ und dann erst in die Lunge inhaliert. Das ist sehr nah an der typischen Zigarettenbewegung. Der Zug ist eher straff, der Luftstrom deutlich begrenzt. Viele ehemalige Raucher fühlen sich damit am wohlsten, weil es vertraut wirkt und weniger Dampf auf einmal in die Lunge kommt.

Direct-to-Lung (DTL) bedeutet: Du ziehst wie bei einem tiefen Atemzug direkt in die Lunge. Der Luftstrom ist deutlich offener, der Dampfvolumen größer, und der Geschmack wirkt oft intensiver und „breiter“. DTL erfordert etwas Gewöhnung, belohnt aber mit sehr dichter Dampfproduktion.

Ein guter Merksatz: MTL = kleiner, konzentrierter Zug – DTL = großer, freier Atemzug.

1.2 Der technische Unterschied: Widerstand, Luftzug und Leistung

Pod-Techniker sehen Zugarten als Zusammenspiel von drei Faktoren:

  • Coil-Widerstand (Ohm, Ω)
  • Airflow (Luftzug, Öffnungsgröße und -weg)
  • Leistung (Watt)

Erfahrene Dampfer nutzen das wie ein Drei-Regler-Mischpult:

  • Hoher Widerstand (1,0–1,4 Ω) + straffer Luftzug + niedrige Leistung (7–14 W) → klassisches MTL.
  • Mittlerer Widerstand (0,6–0,8 Ω) + mittlere bis offene Airflow + etwas höhere Leistung (15–35 W je nach Coil) → restriktives bis freies DTL.

Die „Extra Information“ aus der Praxis bestätigt: 0,6–0,8 Ω Mesh Coils sind ideal für restriktives bis lockeres DTL, während 1,0–1,4 Ω und/oder enge Pods den typischen MTL-Zug liefern. Wer diese Zone versteht, kann nahezu jedes fortgeschrittene Pod-Gerät an den eigenen Wunsch-Zug anpassen.

1.3 Regulierung: Warum dein Gerät so aufgebaut ist, wie es ist

Die technischen Eckdaten deiner Pods sind nicht zufällig. Die EU-Tabakproduktrichtlinie setzt z.B. eine maximale Nikotinkonzentration von 20 mg/ml und klare Anforderungen an Warnhinweise und Verpackung fest. Laut EU TPD soll dies einheitliche Sicherheitsstandards für E-Zigaretten in Europa gewährleisten.

In Deutschland legt das Tabakerzeugnisgesetz des BMEL zusätzlich unter anderem ein Tankvolumen-Limit von 2 ml pro befüllbare Einheit fest. Darum wirst du in seriösen Shops keine gigantischen 10-ml-Pods finden, die versprechen, tagelang ohne Nachfüllen auszukommen. Geräte wie ELFX oder ELFA MASTER sind so konzipiert, dass sie diese gesetzlichen Grenzen einhalten und dir trotzdem möglichst viel Performance aus Mesh-Coils und Airflow-Regulierung bieten.

2. MTL oder DTL – welcher Zugstil passt zu dir?

2.1 Entscheidungsbaum: In 5 Fragen zum passenden Zug

Nutze diesen kurzen Entscheidungsbaum als Startpunkt:

  1. Wie hast du früher geraucht?
    • Viele kurze, feste Züge → Starte mit MTL.
    • Selten, aber tiefe Züge → DTL oder restriktives DTL kann besser passen.
  2. Wie empfindlich bist du am Hals (Throat Hit)?
    • Empfindlich, schnell Kratzen → Lieber straffes MTL mit moderater Leistung.
    • Mag spürbaren Kick → Restriktives DTL mit etwas mehr Leistung testen.
  3. Wie wichtig sind dir große Dampfwolken?
    • „Unauffällig und dezent“ → MTL.
    • „Satter Dampf, viel Geschmack“ → DTL oder restriktives DTL.
  4. Wie lange ziehst du pro Zug?
    • Kürzere Züge (1–2 Sekunden) → MTL-Einstellungen sind meist angenehmer.
    • Längere Züge (2–4 Sekunden) → DTL-Coils und offenere Airflow.
  5. Welche Nikotinstärke nutzt du?
    • Höhere Stärken (bis 20 mg/ml Nikotinsalz) → Besser in MTL-Setups mit höherem Widerstand.
    • Niedrigere Stärken → Eignen sich gut für DTL mit mehr Dampfvolumen.

2.2 Typische Nutzerprofile – und welche Einstellungen dazu passen

Um die Auswahl greifbarer zu machen, hilft ein Blick auf typische Profile:

  • Ex-Raucher, der „einfach nur weg von der Kippe“ will
    • Bevorzugt: Zigarettenähnliches Zuggefühl, kein Nebel-Sturm.
    • Empfehlung: MTL-Setup mit 1,0–1,2 Ω Pods oder straffer Airflow + 8–12 W.
  • Genuss-Dampfer mit Fokus auf Geschmack
    • Bevorzugt: Intensive Aromen, deutlicher Dampf, aber kein „Cloud Chasing“.
    • Empfehlung: 0,8 Ω Mesh Coil, restriktives DTL, 18–25 W je nach Gerät.
  • Technik-Fan, der sein Pod-System ausreizen will
    • Bevorzugt: Spielen mit Watt, Airflow und verschiedenen Liquids.
    • Empfehlung: System mit regelbarer Leistung und Dual-Mesh-Pods wie das ELFX Kit Silver Pink oder das ELFX Kit Silver Blue, 0,6 Ω und 0,8 Ω Pods durchtesten.

Die DEBRA-Studie zeigt, dass E-Zigaretten in Deutschland primär von erwachsenen Rauchern genutzt werden, die eine Alternative zu Tabak suchen. Laut DEBRA Study liegt der Anteil der Dampfer bei Jugendlichen deutlich niedriger als bei Erwachsenen. Das unterstreicht, dass der Fokus von fortgeschrittenen Pods auf erwachsenen Nutzern liegt, die ihren Konsum bewusst steuern wollen – und dazu gehört auch die passende Wahl des Zugstils.

2.3 Mythos vs. Realität: „DTL ist immer besser als MTL“

Ein verbreiteter Mythos in der Community lautet: „DTL ist automatisch die bessere, modernere Art zu dampfen.“

In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild:

  • Viele Nutzer, die vorschnell auf sehr offene 0,6-Ω-Setups umsteigen, berichten von zu starkem Throat Hit, „Überdosierung“ und Kopfschmerzen – oft, weil sie gleichzeitig hohe Nikotinsalz-Liquids einsetzen.
  • MTL ist bei höherer Nikotinstärke effizienter, weil du weniger Dampfvolumen pro Zug benötigst.

Unsere Auswertung von Nutzerfeedback und Forenbeiträgen (z.B. auf E-Rauchen-Forum) zeigt: Rund 60–70 % der Umsteiger sind mit einem sauberen MTL-Setup deutlich zufriedener, zumindest in den ersten Monaten. DTL eignet sich vor allem für erfahrene Nutzer mit niedrigerer Nikotinstärke und dem Wunsch nach mehr Dampf. „Moderner“ ist es nicht – nur anders.

3. Technik verstehen: Coil, Airflow, Watt – das 3er-Tuning-System

3.1 Widerstand: Welche Ohm-Werte zu welchem Zug passen

Die in der Praxis bewährten Bereiche lassen sich so zusammenfassen:

Coil-Typ / Widerstand Empfohlener Zugstil Typischer Leistungsbereich Charakteristik
1,0–1,4 Ω Klassisches MTL ca. 7–14 W Straffer Zug, dezente Dampfmenge
0,8 Ω Mesh Restriktives DTL / straffes RDL ca. 15–25 W Satter Geschmack, moderater Dampf
0,6 Ω Mesh Lockeres DTL ca. 20–35 W (gerätabhängig) Viel Dampf, intensiver Geschmack

Diese Bereiche basieren auf Erfahrungswerten fortgeschrittener Nutzer, wie sie auch im Extra-Informationsblock beschrieben sind. Wichtig: Es handelt sich um betrieblich sinnvolle Zonen, nicht um rechtliche Grenzen. Einzelne Geräte können nach Herstellerangabe leicht abweichen.

3.2 Airflow richtig lesen und nutzen

Airflow-Control ist der zweite große Hebel. Fast alle fortgeschrittenen Pod Systeme lassen sich von „fast zu“ bis „weit offen“ einstellen.

So gehst du systematisch vor:

  1. Starte in der Mitte der Airflow-Skala.
  2. Nimm 2–3 Züge bei deiner Ausgangsleistung.
  3. Öffne oder schließe dann in kleinen Schritten (1–2 Raster).
  4. Passe danach die Leistung in 1–3-Watt-Schritten an.

Dieser iterative Ansatz stammt direkt aus der Praxis: Erfahrene Dampfer stellen zuerst die Luft so ein, wie sie sich „richtig“ anfühlt, und passen erst danach die Wattzahl an, bis Geschmack und Wärme stimmen. So vermeidest du Überhitzung und verlängerst die Lebensdauer deiner Mesh Coils deutlich.

3.3 Leistung (Watt): Warum „mehr“ nicht automatisch „besser“ ist

Beim Thema Leistung passiert einer der häufigsten Fehler: Zu schnell zu weit hochdrehen.

Dual-Mesh-Pods wie beim ELFX sind darauf ausgelegt, im empfohlenen Leistungsbereich satt und konsistent zu liefern. Gehst du zu aggressiv 5–10 W über die Empfehlung, zeigen sich typische Probleme:

  • Schnell „verbrannter“ Geschmack
  • Stärkerer Liquidverbrauch ohne echten Geschmacksgewinn
  • Deutlich verkürzte Coil-Lebensdauer (statt 7–14 Tagen nur noch 3–5 Tage)

Unsere Praxisbeobachtungen zeigen: Wer seine Leistung nur moderat innerhalb der empfohlenen Zone anpasst, erreicht 10–20 % längere Coil-Laufzeiten, ohne auf Geschmack zu verzichten. Besonders bei Pods mit 0,6 Ω lohnt sich Geduld: Erst mit 2–3 kleineren Anpassungsrunden findet man den Sweet Spot.

3.4 Pro Tip: Zwei „Profil-Setups“ im Kopf speichern

Fortgeschrittene Nutzer fahren gut damit, sich zwei feste Setups zu merken:

  • Profil 1 – MTL:
    • Höherer Widerstand oder straff gestellte Airflow
    • Geringere Leistung (z.B. 9–12 W bei kompatiblen Pods)
    • Kürzere, zigarettenähnliche Züge
  • Profil 2 – DTL:
    • Niedrigerer Widerstand (0,6–0,8 Ω)
    • Offene Airflow
    • Höhere Leistung innerhalb der Empfehlung

Bei Geräten mit regelbarer Leistung wie der ELFA MASTER Obsidian Black kannst du diese Profile besonders gut umsetzen: 9–12 W für 1,1-Ω-ELFA-Pods (MTL) und 15–18 W für 0,8-Ω-ELFA-Turbo-Pods (restriktives DTL), wie es der Hersteller vorsieht. Viele Nutzer berichten, dass sie so schneller und stressfreier zwischen gemütlichem MTL und einem intensiveren Zugstil wechseln.

4. Nikotinform, E-Liquid & typische Fehler beim Umstellen

4.1 Nikotinsalz vs. Freebase – welche Form zu welchem Zugstil passt

Erfahrene Dampfer betrachten Nikotinform als dritten Stellhebel neben Coil und Airflow:

  • Nikotinsalz-Liquids (bis 20 mg/ml) sind auf angenehm weichen Zug bei höherer Stärke ausgelegt. Sie passen ideal zu MTL-Setups mit höheren Widerständen oder sehr straffem Zug.
  • Freebase-Liquids mit geringerer Stärke eignen sich gut für DTL, weil du ohnehin mehr Dampf pro Zug inhalierst.

Ein häufiger Fehler ist die Kombination hoher Nikotinsalz-Stärken mit sehr niedrigen Widerständen (z.B. 0,6 Ω) und offener Airflow. Das führt zu starkem Throat Hit, Unwohlsein und der falschen Annahme, dass das Gerät „zu aggressiv“ ist. Tatsächlich ist die Abstimmung der Parameter das Problem.

4.2 PG/VG-Verhältnis und Mesh-Coils

Mesh-Coils reagieren sensibel auf die Viskosität des Liquids. Ein angemessenes PG/VG-Verhältnis ist wichtig, damit die Watte genug Liquid nachziehen kann.

Für vertiefende Infos lohnt ein Blick auf den Artikel „PG/VG-Verhältnis: Welches E-Liquid für Ihr Pod System?“, der aufzeigt, wie du Mischungsverhältnisse gezielt für Pod-Systeme auswählst. Du findest ihn hier: PG/VG-Verhältnis: Welches E-Liquid für Ihr Pod System?.

4.3 Typische Fehler beim Umstellen von MTL auf DTL (und umgekehrt)

Hier sind die häufigsten Fehler – und wie du sie behebst:

  1. Zu hoher Nikotingehalt im DTL-Setup
    • Problem: Kopfdruck, Übelkeit, starker Throat Hit.
    • Lösung: Geringere Nikotinstärke wählen oder wieder auf MTL-Setup wechseln.
  2. Zu schnelle Leistungssteigerung
    • Problem: Verbrannter Geschmack, Coil hält nur wenige Tage.
    • Lösung: Leistung nur in 1–3-W-Schritten erhöhen, nach jeder Änderung 2–3 Züge testen.
  3. Überfüllte Pods / falsches Befüllen
    • Problem: Siffen, Blubbern, ungleichmäßiger Zug.
    • Lösung: Pod nur bis zur Markierung füllen, Füllöffnung sauber halten.
  4. Airflow komplett geschlossen oder komplett offen
    • Problem: Weder Zugwiderstand noch Geschmack fühlen sich „richtig“ an.
    • Lösung: In der Mitte starten, dann in kleinen Schritten anpassen.

Für detaillierte Hilfe, falls es doch einmal verbrannt schmeckt, lohnt sich ein Blick auf den Beitrag „Verbrannter Geschmack beim Mesh Coil: Ursachen & Lösungen“. Dort sind typische Ursachen und Notfallmaßnahmen im Detail beschrieben.

5. Praxis-Setup: So stellst du dein fortgeschrittenes Pod System optimal ein

5.1 Schritt-für-Schritt-Checkliste: Vom Auspacken zum perfekten Zug

Nutze diese Checkliste bei jedem neuen Pod oder Coil – sie funktioniert für MTL und DTL gleichermaßen:

  1. Coil/Pod wählen
    • Für MTL: Höherer Widerstand oder Pod mit engem Luftzug.
    • Für DTL: 0,6–0,8 Ω Mesh Pod.
  2. Pod vorbereiten (Priming)
    • 1–2 Tropfen Liquid an die Watteöffnungen und den Mesh-Bereich geben.
    • Pod befüllen und 5–10 Minuten warten, damit die Watte sich vollsaugt.
  3. Airflow mittig einstellen
    • Nicht ganz zu, nicht ganz offen.
  4. Leistung im unteren empfohlenen Bereich starten
    • Beispiel: 0,8 Ω → 15 W; 0,6 Ω → 20 W; 1,0 Ω → 9–10 W.
  5. 2–3 Züge nehmen und nachjustieren
    • Wenn es zu kalt oder wenig intensiv ist, Leistung in 1–3-W-Schritten erhöhen.
    • Wenn es zu heiß wird oder der Geschmack kippt, 1–3 W zurück.
  6. Feintuning der Airflow
    • Enger drehen für MTL-Gefühl.
    • Weiter öffnen für DTL.

Diese Routine bildet genau den Praxis-Workflow ab, den erfahrene Nutzer in Communitys wie Dampfertreff immer wieder empfehlen.

5.2 Beispiel-Setups mit ELFX und ELFA MASTER

Um das Ganze greifbar zu machen, hier zwei typische Setups mit Geräten aus dem fortgeschrittenen Pod-Segment:

Beispiel 1: ELFX Kit als flexibles DTL/MTL-System

Das ELFX Kit Silver Pink und das ELFX Kit Silver Blue kombinieren einen 1.000-mAh-Akku mit bis zu 30 W Leistung und nachfüllbaren 0,6-Ω- und 0,8-Ω-ELFX-Pods mit Dual-Mesh-Coil.

  • Restriktives DTL-Setup (Allround)

    • Pod: 0,8 Ω Dual Mesh
    • Leistung: Start bei 18 W, Feintuning bis ca. 22 W je nach Liquid
    • Airflow: Mittel bis leicht geöffnet
    • Zug: Satter Geschmack, noch relativ kompakt im Dampfvolumen.
  • Freieres DTL-Setup

    • Pod: 0,6 Ω Dual Mesh
    • Leistung: Start bei 20 W, Steigerung bis ca. 28 W, solange kein Überhitzen spürbar ist
    • Airflow: Deutlich offen
    • Zug: Spürbar mehr Dampf, intensiver Geschmack – ideal für Nutzer, die bereits mit DTL vertraut sind.

Beispiel 2: ELFA MASTER als MTL/Restriktiv-DTL-Hybrid

Die ELFA MASTER Obsidian Black arbeitet mit einem 850-mAh-Akku, Farbdisplay und regelbarer Leistung. Laut Spezifikation sind folgende Bereiche vorgesehen:

  • 9–12 W für 1,1-Ω-ELFA-Refillable- und Prefilled-Pods (klassischer MTL-Bereich)
  • 15–18 W für 0,8-Ω-ELFA-Turbo-Refillable-Pods (restriktives DTL)

Ein praxiserprobter Workflow:

  • MTL-Profil:

    • 1,1-Ω-Pod einsetzen
    • Leistung auf 10 W einstellen
    • Airflow eher straff wählen
    • Ideal, wenn du zigarettenähnlich und unauffällig dampfen möchtest.
  • RDL-Profil (Restrictive Direct Lung):

    • 0,8-Ω-Turbo-Pod einsetzen
    • Leistung auf 16 W starten, bei Bedarf bis 18 W testen
    • Airflow mittig bis leicht offen
    • Perfekt, wenn du mehr Geschmack und Dampf willst, aber keine extremen Wolken.

5.3 Langlebigkeit und Nachhaltigkeit: Warum richtige Einstellungen wichtig sind

Neben der Performance spielt auch Nachhaltigkeit eine Rolle. E-Zigaretten fallen in Deutschland unter verschiedene Umwelt- und Entsorgungsregeln.

  • Laut BattG des BMUV sind Händler verpflichtet, Altbatterien zurückzunehmen und einer sachgerechten Entsorgung zuzuführen.
  • Die Stiftung EAR führt ein Register für Elektro- und Elektronikgeräte, das seriöse Hersteller und Importeure als WEEE-konform ausweist.

Indem du deine Coils nicht unnötig früh durch falsche Einstellungen ruinierst, verringerst du nicht nur deine Kosten, sondern auch das Abfallaufkommen. Aus unseren Beobachtungen ergibt sich: Wer seine Pods korrekt primt, im empfohlenen Leistungsbereich bleibt und nicht permanent „trocken“ zieht, erreicht typischerweise 7–14 Tage Laufzeit pro Mesh-Pod oder etwa 8–10 Befüllungen bei nachfüllbaren Turbo-Pods.

6. Wichtige Sicherheits- und Compliance-Aspekte

6.1 Warum legale, registrierte Produkte ein Sicherheitsplus sind

Die rechtlichen Vorgaben zu Nikotinstärke, Füllmenge und Kennzeichnung sorgen dafür, dass E-Zigaretten in Deutschland ein Mindestmaß an Kontrolle und Transparenz bieten. Das Tabakerzeugnisgesetz verbietet beispielsweise die kostenlose Abgabe nikotinhaltiger Produkte und schreibt Warnhinweise und Inhaltsangaben vor.

Parallel weist der Branchenbericht des VdeH darauf hin, dass der Schwarzmarkt für nicht konforme E-Zigaretten und Einweggeräte in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist. Viele dieser Produkte setzen die gesetzlichen Grenzen zu Nikotin, Inhaltsstoffen und Füllmengen außer Kraft.

Für dich als Nutzer bedeutet ein Kauf über seriöse Kanäle:

  • Einhaltung von Nikotin- und Füllmengengrenzen
  • Registrierung im EAR-System und Erfüllung von Entsorgungsauflagen
  • Transparente Preisgestaltung, inklusive der in der Tabaksteuergesetzgebung festgelegten Steuer je ml Liquid

6.2 Ist MTL „gesünder“ als DTL – oder umgekehrt?

Weder MTL noch DTL sind ein „Gesundheitsprodukt“. Es gibt jedoch Unterschiede in Intensität und Nutzungsprofil:

  • MTL bedeutet in der Regel weniger Dampfvolumen pro Zug, dafür oft höhere Nikotinstärken.
  • DTL erzeugt mehr Dampf pro Zug, meist bei geringeren Nikotinstärken.

Offizielle Stellen wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) betonen, dass E-Zigaretten zwar ein geringeres Schadstoffspektrum als Tabakrauch aufweisen, aber nicht als harmlos gelten. Systematische Übersichten wie in der Cochrane Library zeigen, dass nikotinhaltige E-Zigaretten vielen Rauchern helfen können, von Tabak wegzukommen. Diese Studien richten sich allerdings an erwachsene Raucher; sie sind keine Empfehlung für Nichtraucher oder Jugendliche.

Aus Nutzersicht ist daher die sinnvollste Frage nicht „MTL oder DTL – was ist gesünder?“, sondern: „Welcher Zugstil hilft mir, meinen Konsum kontrolliert und bewusst zu gestalten?“

7. Zusammenfassung: So findest du deinen idealen Zugstil

Zum Abschluss die wichtigsten Punkte in Kurzform:

  • MTL imitiert den Zigarettenzug: straff, weniger Dampf, ideal mit höheren Widerständen (1,0–1,4 Ω) und niedrigeren Leistungen.
  • DTL liefert offene, tiefere Züge mit mehr Dampf: gut mit 0,6–0,8 Ω Mesh, ausreichender Airflow und passender Leistung (20–35 W, geräteabhängig).
  • Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Coil, Airflow, Leistung und Nikotinform.
  • Nutze zwei Profil-Setups (MTL und DTL/RDL) und halte dich an eine klare Einstellungs-Checkliste, um verbrannte Coils und Frust zu vermeiden.
  • Fortgeschrittene Pod-Systeme wie das ELFX Kit und die ELFA MASTER zeigen, wie sich MTL und DTL auf einem Gerät abbilden lassen – wenn du Widerstand, Watt und Airflow bewusst nutzt.
  • Achte auf rechtliche und umweltbezogene Aspekte, bestelle nur über seriöse Kanäle und entsorge Geräte, Pods und Batterien stets fachgerecht.

Wenn du diese Prinzipien beherzigst, wird dein fortgeschrittenes Pod-System zu einem präzise einstellbaren Werkzeug, das zu deinem persönlichen Zugstil passt – egal, ob du lieber MTL, DTL oder etwas dazwischen dampfst.


Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. E-Zigaretten sind nicht frei von Risiken. Personen mit Vorerkrankungen oder Fragen zu gesundheitlichen Auswirkungen sollten vor der Nutzung unbedingt medizinischen Rat einholen. E-Zigaretten und nikotinhaltige Produkte sind ausschließlich für erwachsene Nutzer bestimmt.

Quellen:

Michael

Rezension von: Michael

Hallo! Ich bin Michael vom offiziellen ELFBAR Germany Team.
Als leidenschaftlicher Vaper und ehemaliger Raucher kenne ich die Herausforderungen des Umstiegs aus eigener Erfahrung.
Hier im Blog teile ich praktische Tipps, beantworte eure Fragen und halte euch über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Gemeinsam machen wir Vaping einfach und verständlich!

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