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Nachfüll-Pods vs. Prefilled Pods: Ein Vergleich

Michael
Rezension von: Michael

Nachfüll-Pods vs. Prefilled Pods: Welches System passt zu Ihnen?

Stehen Sie vor der Wahl zwischen nachfüllbaren und vorgefüllten Pods? Beide Systeme basieren auf derselben Grundtechnik – einem kleinen Tank, einer Mesh-Coil und einem kompakten Akkuträger – unterscheiden sich aber massiv in Kostenstruktur, Wartungsaufwand und Flexibilität.

In diesem Artikel bekommen Sie einen praxisnahen Vergleich: Was kostet Sie welches System im Monat, wie groß ist die Geschmacks- und Nikotin-Auswahl, wie viel Pflege ist nötig, und welches System eignet sich für welchen Typ Dampfer – vom Umsteiger bis zum erfahrenen Nutzer.


1. Technische Grundlagen: Was ist überhaupt ein Pod-System?

Pod-Systeme sind kompakte E-Zigaretten, bei denen Verdampferkopf (Coil) und Tank in einer austauschbaren Pod-Einheit sitzen. Der Akku ist im Basisgerät integriert, geladen wird in der Regel per USB-C.

Typisch für moderne Systeme ist eine Mesh-Coil: ein feines Metallgitter statt einer klassischen Drahtwicklung. Dieses Gitter vergrößert die Heizfläche und sorgt – bei korrekter Nutzung – für intensiveren Geschmack und gleichmäßige Dampfentwicklung. Viele vorgefüllte und nachfüllbare Pods für den MTL-Bereich (Mouth-to-Lung, „wie eine Zigarette“ ziehen) bewegen sich im Leistungsbereich von etwa 9–18 Watt.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen bestimmen wichtige Eckdaten: Die EU-Tabakprodukt-Richtlinie begrenzt nach EU TPD die Nikotinstärke von Liquids auf 20 mg/ml und die Flaschengröße nikotinhaltiger Nachfüllbehälter. Das deutsche Tabakerzeugnisgesetz setzt zusätzlich eine maximale Füllmenge von 2 ml für Pods und Tanks fest. Seriöse Hersteller und Shops richten ihre Produkte strikt an diesen Vorgaben aus.


2. Prefilled Pods: Bequemlichkeit im Fokus

Prefilled Pods sind vorbefüllte Kartuschen, die Sie nach dem Leeren einfach entsorgen und durch neue ersetzen. Coil, Tank und Liquid sind eine Einheit.

2.1 Vorteile von Prefilled Pods

1. Maximal einfach in der Nutzung
Sie klicken den Pod ins passende Basisgerät, und es kann losgehen. Kein Nachfüllen, kein Hantieren mit Liquidflaschen. Für Umsteiger, die möglichst wenig „Basteln“ wollen, ist das häufig der angenehmste Einstieg.

2. Konstante Qualität ab Werk
Liquid, Coil und Luftzug sind aufeinander abgestimmt. Hersteller testen in der Regel jede Geschmacksrichtung mit passenden Leistungsbereichen nach genormten Verfahren (z. B. mit Prüfmaschinen nach ISO 20768), damit Zugwiderstand, Dampfmenge und Geschmack reproduzierbar bleiben.

3. Sicherheit und Konformität
Bei vorbefüllten Pods lässt sich die Einhaltung gesetzlicher Limits gut kontrollieren: Nikotinstärke, Zusammensetzung und Warnhinweise sind auf der Verpackung klar deklariert, so wie es die EU TPD verlangt. Seriöse Marken lassen ihre Liquids zusätzlich in akkreditierten Laboren (z. B. ASL Analytic Service) testen, um sicherzustellen, dass verbotene Substanzen wie Diacetyl nicht enthalten sind.

2.2 Nachteile von Prefilled Pods

1. Höhere laufende Kosten
In der Praxis zeigt sich: Prefilled Pods sind bequem, aber pro Milliliter Liquid teurer. Erfahrungswerte aus Shops und Nutzerdaten ergeben, dass die Kostendifferenz je nach Marke und Nutzung bei etwa 20–40 % liegen kann – insbesondere für starke Nutzer mit mehreren Pods pro Tag.

2. Geschmacksauswahl an das System gebunden
Sie sind auf die Geschmacksrichtungen und Nikotinvarianten angewiesen, die es für Ihr Pod-System gibt. Wer sehr spezielle Sorten oder fein abgestufte Nikotinstärken sucht, stößt hier schneller an Grenzen.

Einen detaillierten Überblick zu den beliebten Elfbar Pod-Systemen ELFA und ELFX finden Sie in unserem Guide.

3. Mehr Verpackungs- und Gerätemüll
Jeder leere Pod ist Elektroschrott, weil eine kleine Heizspirale (Coil) und teilweise eine fest verbaute Batterieelektronik verbaut sind. In Deutschland fallen solche Komponenten unter die Regeln für Elektroaltgeräte und Batterien. Über Stiftung EAR lässt sich prüfen, ob ein Hersteller ordnungsgemäß registriert ist. Verantwortungsvolle Shops informieren zusätzlich über Rückgabe- und Sammelstellen nach dem Batteriegesetz.


3. Nachfüllbare Pods: Flexibilität und Kostenkontrolle

Nachfüll-Pods sehen äußerlich ähnlich aus, haben aber einen entscheidenden Unterschied: Der Tank ist wiederbefüllbar, die Coil ist entweder fest integriert (Pod komplett wechseln) oder als einzelnes Bauteil austauschbar.

3.1 Vorteile von Nachfüll-Pods

1. Deutlich günstigere Liquidkosten
Unsere Erfahrung aus Shops und mit Viel-Dampfern zeigt: Nach der Anschaffung von Basisgerät und ein bis zwei Pods erreichen viele Nutzer die Kostengleichheit zu Prefilled-Systemen nach etwa 8–12 Pod-Füllungen. Ab dann sparen Sie pro Monat häufig einen zweistelligen Eurobetrag, vor allem bei täglicher Nutzung.

2. Größere Auswahl an Liquid und Nikotin
Sie können frei aus dem Marktangebot an TPD-konformen Liquids wählen – ob mit klassischem Nikotin, nikotinfrei oder mit Nikotinsalz. Wichtig ist nur die Einhaltung der gesetzlichen Maximalstärke von 20 mg/ml gemäß EU TPD. So lassen sich z. B. exakt die Nikotinabstufungen wählen, mit denen viele Nutzer einen schrittweisen Ausstieg aus Tabak erreichen.

3. Besser steuerbar bei Preisänderungen
In Deutschland hat der Gesetzgeber die Besteuerung von Liquids im Tabaksteuergesetz geregelt. Der Steuersatz pro Milliliter steigt stufenweise an (von 0,16 €/ml auf bis zu 0,32 €/ml). Mit nachfüllbaren Pods können Sie auf günstigere Gebindegrößen und Nikotinstärken ausweichen und so Ihre laufenden Kosten besser steuern.

3.2 Nachteile von Nachfüll-Pods

1. Mehr Verantwortung bei Handhabung und Pflege
Sie müssen Pods korrekt befüllen, neue Coils vorbereiten (primen) und das Gerät regelmäßig reinigen. Wer das ignoriert, kennt schnell typische Probleme wie Kokelgeschmack, Siffen oder blubbernde Züge.

2. Lernkurve beim Liquid
Nicht jedes Liquid passt zu jedem Pod. Kleine MTL-Pods mit enger Luftführung funktionieren am besten mit Mischungen im Bereich 50/50 oder 60/40 PG/VG. Zu dickflüssige High-VG-Liquids können die Nachflussöffnungen überfordern und führen im Alltag zu trockenen Zügen oder frühzeitiger Coil-Abnutzung.

3. Leicht höherer Zeitaufwand
Statt einfach einen neuen Pod einzuklicken, müssen Sie alle 1–3 Wochen (je nach Aroma und Nutzung) Coil oder Pod wechseln, Liquid nachfüllen und Kontakte reinigen. Der Aufwand ist gering, aber vorhanden.


4. Direktvergleich: Welche Lösung für welchen Typ Dampfer?

Um die Entscheidung greifbar zu machen, hilft ein strukturierter Vergleich.

4.1 Übersichtstabelle: Nachfüll-Pods vs. Prefilled Pods

Kriterium Prefilled Pods Nachfüll-Pods
Bedienung Sehr einfach, Pod einstecken, fertig Etwas komplexer (Befüllen, Coilwechsel)
Laufende Kosten Tendenziell höher (20–40 % pro ml) Deutlich niedriger nach 8–12 Pod-Füllungen
Geschmacksvielfalt Auf System-Sortiment beschränkt Sehr große Auswahl am Markt
Nikotinsteuer-Steuerbarkeit Gering – fix vorkonfiguriert Hoch – freie Wahl von Gebindegrößen und Stärken
Umweltbelastung Mehr Einweg-Pods und Verpackung Weniger Abfall, Pod/Coil wird seltener entsorgt
Fehlertoleranz Hoch, wenig falsch zu machen Mittel – falsches Liquid oder Handling erzeugt Probleme
Typische Zielgruppe Einsteiger, Umsteiger, Gelegenheitsnutzer Preisbewusste Vielnutzer, interessierte Umsteiger, Fortgeschrittene

4.2 Drei typische Szenarien aus der Praxis

Szenario 1: Der komplette Neuling
Sie kommen direkt von der Tabakzigarette und wollen „einfach nur etwas, das funktioniert“. In den ersten Wochen spielt reine Bequemlichkeit eine große Rolle. Prefilled Pods sind in diesem Stadium oft die stressfreie Wahl, weil Sie sich ausschließlich auf Zugtechnik und Umgang mit Nikotin konzentrieren.

Szenario 2: Der regelmäßige Nutzer mit Kostenfokus
Sie dampfen täglich, mehrere Pods pro Woche. Nach zwei bis drei Monaten merken viele Nutzer, dass die Kosten spürbar sind. Hier lohnt sich der Umstieg auf nachfüllbare Pods. Erfahrungswerte aus Kundengesprächen zeigen Einsparungen von 30–50 € pro Monat, je nach Dampfverhalten.

Szenario 3: Der Genussdampfer
Geschmack steht im Vordergrund, Sie probieren gerne neue Aromen und Nikotinstärken. Nachfüll-Pods bieten hier die deutlich größere Spielwiese. Sie können z. B. tagsüber eine klassische Tabaknote mit Nikotinsalz nutzen und abends eine fruchtige, nikotinfreie Variante – alles mit demselben Gerät.


5. Praxisleitfaden: Nachfüllbare Pods richtig nutzen

Viele Probleme mit nachfüllbaren Pod-Systemen sind vorhersehbar und vermeidbar. Die folgenden Schritte stammen direkt aus der Praxis von erfahrenen Dampfern und Shop-Technikern.

Schritt-für-Schritt-Grafik, die das Befüllen und Priming eines nachfüllbaren Pod-Systems zeigt

5.1 Die Coil richtig vorbereiten (Priming)

Eine Mesh-Coil muss vor dem ersten Zug vollständig mit Liquid durchtränkt sein, damit sie nicht durchbrennt.

So gehen Sie vor:

  1. Pod befüllen und verschließen.
  2. 5–10 Minuten warten, damit das Liquid in die Watte einziehen kann.
  3. 4–6 sehr leichte Züge ohne Feuern (bei Zugautomatik: vorsichtig ziehen, ohne das Gerät auszulösen) nehmen – sogenannte „Primer-Züge“.
  4. Erst dann normal dampfen, zunächst mit kürzeren Zügen.

Wer diesen Ablauf ignoriert, riskiert schon beim ersten Zug einen verbrannten Geschmack und eine deutlich verkürzte Lebensdauer der Coil.

5.2 Das passende Liquid wählen

Für kleine Pod-Systeme mit Mesh-Coil hat sich in der Praxis Folgendes bewährt:

  • PG/VG-Verhältnis 50/50 bis maximal 60/40 für gleichmäßigen Nachfluss.
  • Nikotinsalz-Liquids in moderaten Stärken (z. B. 10–20 mg/ml) für MTL-Zugtechnik, immer im Rahmen der gesetzlichen Obergrenze nach EU TPD.
  • Höherer VG-Anteil (z. B. 70/30) eher für größere Geräte mit mehr Luftzug – in kleinen Pods führt das häufig zu Nachflussproblemen.

Ein weiterer Erfahrungswert: Sehr süße, cremige Aromen setzen Coils schneller zu. Rechnen Sie hier eher mit einer Lebensdauer am unteren Ende der üblichen 1–3 Wochen.

5.3 Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Unter-Priming
Coil nicht vollständig durchtränkt, Ergebnis: Kokelgeschmack, manchmal schon nach wenigen Zügen.
Lösung: Mindestens 5–10 Minuten warten, Primer-Züge nutzen.

Fehler 2: Zu viskoses Liquid
High-VG-Liquids (z. B. 80/20 VG/PG) in engen Pod-Systemen. Ergebnis: trockene Züge, unkonstanter Geschmack.
Lösung: Auf 50/50 oder 60/40 umsteigen.

Fehler 3: Überfüllen und „Gewalt“ am Füllstopfen
Wer den Pod bis zum Rand füllt oder den Silikonstopfen mit Kraft herausreißt, erzeugt Druck und verformt Dichtungen. Ergebnis: Siffen und Blubbern.
Lösung: Immer einen kleinen Luftpolster im Tank lassen, Stopfen sanft öffnen und schließen.

Fehler 4: Falsche Leistungsbereiche
Wird ein Pod deutlich über seiner empfohlenen Wattzahl betrieben, kann die Watte nicht mehr nachsaugen. Ergebnis: verkürzte Coil-Lebensdauer.
Lösung: Die Herstellerempfehlung beachten und im vorgesehenen Leistungsfenster bleiben.


6. Kosten, Steuern und der Einfluss des Schwarzmarkts

6.1 Wie sich die Steuer auf Ihre Liquidkosten auswirkt

Das deutsche Tabaksteuergesetz führt für E-Liquid eine spezifische Verbrauchssteuer pro Milliliter ein, die stufenweise von 0,16 €/ml auf bis zu 0,32 €/ml steigt. Für legale Produkte mit ordnungsgemäßer Steuerabfuhr bedeutet das: Ein Teil des Verkaufspreises ist fest durch Steuern vorgegeben.

Nachfüllbare Pods geben Ihnen mehr Stellschrauben, um damit umzugehen: Sie können beispielsweise größere, preisgünstigere Gebinde oder nikotinfreie Liquids nutzen und kleinere Nikotin-Shots zugeben, die Sie regelkonform mischen. Prefilled Pods sind dagegen Komplettpakete – Sie zahlen Komfort und Steuern in einem fixen Preis.

6.2 Warum „Billig-Importe“ kein echtes Schnäppchen sind

Branchenberichte, etwa der VdeH, zeigen, dass der Schwarzmarkt für nicht versteuerte oder nicht zugelassene E-Zigarettenprodukte in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist. Produkte ohne gültige Steuerkennzeichnung oder ohne Einhaltung der 2-ml-Regel aus dem Tabakerzeugnisgesetz wirken auf den ersten Blick günstig, bergen aber rechtliche und gesundheitliche Risiken.

Offizielle Stellen wie der Zoll weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Inverkehrbringen unversteuerter Ware strafbar ist und dass solche Produkte die vorgeschriebenen Warnhinweise, Inhaltsstoffprüfungen und Steuerzeichen oft nicht tragen. Für Verbraucher bedeutet das: Ein scheinbares „Schnäppchen“ kann im Ernstfall Bußgelder, Beschlagnahme und unklare Inhaltsstoffe nach sich ziehen.


7. Mythos-Check: „Nachfüllbare Pods sind immer kompliziert und unsicher“

Ein verbreiteter Mythos lautet: „Nachfüllbare Systeme sind nur etwas für Profis; als Einsteiger macht man sowieso alles falsch.“ Unsere Erfahrung mit Umsteigern zeigt ein differenzierteres Bild.

Fakt 1: Die grundlegende Bedienung ist schnell gelernt
Wer eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung befolgt (Pods richtig befüllen, primen, passende Liquids wählen), braucht typischerweise ein bis drei Tage, um sicher mit einem nachfüllbaren Pod-System umzugehen.

Fakt 2: Sicherheitsstandards gelten für beide Systeme
Sowohl Prefilled- als auch Nachfüll-Pods müssen die gleichen gesetzlichen Anforderungen an Nikotingehalt, Warnhinweise und technische Sicherheit erfüllen. Institutionen wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) betonen in ihren Stellungnahmen, dass E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten ein deutlich geringeres Schadenspotenzial haben, sofern sie konform hergestellt und verwendet werden. Das gilt unabhängig davon, ob das Liquid vorbefüllt oder nachfüllbar ist.

Fakt 3: Fehler sind überwiegend „Geschmacksthemen“
Die häufigsten Anfängerfehler – zu dickes Liquid, unzureichend geprimte Coils oder überfüllte Pods – äußern sich in schlechtem Geschmack, Siffen oder verkürzter Coil-Lebensdauer. Wer diese Punkte einmal verstanden hat, erlebt mit nachfüllbaren Pods im Alltag eine stabile, kontrollierbare Performance.


8. Produktbeispiele: Komfort vs. Flexibilität im gleichen System

Spannend wird der Vergleich, wenn ein System sowohl Prefilled als auch Nachfüll-Pods anbietet. So können Sie mit derselben Basis-Hardware ausprobieren, welcher Ansatz besser zu Ihnen passt.

Ein Beispiel für die Komfortseite sind ELFA Prefilled Pods Apple Peach. Hier stecken 2 × 2 ml Liquid in der Geschmacksrichtung Apfel & Pfirsich in vorbefüllten Pods mit Mesh-Coil. Sie klicken den Pod in das passende Basisgerät – etwa das ELFA Basisgerät Navy Blue – und erhalten ohne jegliches Nachfüllen einen konstanten Geschmack. Für Nutzer, die komplett auf Nikotin verzichten wollen, gibt es mit den ELFA Prefilled Pods Apple Peach (nikotinfrei) eine weitere Variante.

Wer später mehr Flexibilität möchte, kann innerhalb desselben Systems auf nachfüllbare Pods umsteigen, ohne den gesamten Akkuträger zu wechseln. Damit bleibt die gewohnte Haptik, während Sie bei Liquid und Nikotin frei wählen können.


9. Entscheidungs-Checkliste: Welches Pod-System sollten Sie wählen?

Nutzen Sie die folgende Checkliste als schnelle Entscheidungshilfe:

  1. Wie wichtig ist absolute Bequemlichkeit?

    • Sehr wichtig, ich will möglichst nichts einstellen oder füllen → Prefilled Pods bevorzugen.
    • Ich bin bereit, ein wenig Zeit in Handhabung zu investieren → Nachfüll-Pods sind geeignet.
  2. Wie viel dampfen Sie pro Tag?

    • Nur gelegentlich (z. B. wenige Züge abends) → Prefilled reicht meist aus.
    • Mehrmals täglich, mehrere Pods pro Woche → Nachfüll-Pods sparen auf Dauer spürbar Geld.
  3. Wie wichtig ist Ihnen Geschmacksvielfalt?

    • Ich bleibe bei 1–2 Sorten → Prefilled ist völlig ausreichend.
    • Ich probiere gerne viel aus, auch nikotinfrei → Nachfüll-Pods bieten mehr Auswahl.
  4. Wie stark legen Sie Wert auf Müllvermeidung?

    • Ich möchte so wenig Elektronikabfall wie möglich → Nachfüll-Pods mit seltenerem Austausch sind im Vorteil.
    • Für mich zählt vor allem Einfachheit → Prefilled, aber auf ordnungsgemäße Entsorgung und Rückgabestellen achten.
  5. Sind Sie bereit, sich kurz einzuarbeiten?

    • Nein, ich will plug & play → Prefilled.
    • Ja, ein kurzer Lernprozess ist ok → Nachfüll-Pods öffnen Ihnen mehr Optionen.

Wenn Sie bei mindestens drei dieser Punkte zur „Nachfüll-Pod“-Seite tendieren, lohnt sich ein Blick auf ein nachfüllbares Setup – idealerweise in einem System, das auch Prefilled-Optionen bietet, damit Sie flexibel bleiben.


Wichtige Hinweise zu Gesundheit und Verantwortung

E-Zigaretten sind kein Lifestyle-Produkt für Nichtraucher oder Jugendliche. Studien wie die DEBRA-Studie zeigen, dass der überwiegende Teil der regelmäßigen E-Zigaretten-Nutzer erwachsene Ex- oder aktuelle Raucher sind, die eine Alternative zur Tabakzigarette suchen. Versandhändler setzen deshalb auf Altersverifikation, etwa über Services wie den DHL Ident-Check, damit Produkte ausschließlich an volljährige Personen übergeben werden.

Wenn Sie Vorerkrankungen haben, Medikamente einnehmen oder unsicher sind, ob Nikotin für Sie geeignet ist, sprechen Sie unbedingt mit medizinischem Fachpersonal, bevor Sie ein neues Produkt verwenden.


Zentrale Erkenntnisse auf einen Blick

  • Prefilled Pods punkten mit maximaler Bequemlichkeit und einem sehr einfachen Einstieg, sind aber pro Milliliter teurer und bieten weniger Flexibilität bei Geschmack und Nikotin.
  • Nachfüllbare Pods erfordern etwas mehr Aufmerksamkeit bei Liquidwahl und Pflege, senken aber nach der Anlaufphase die laufenden Kosten deutlich und eröffnen eine viel größere Auswahl an Aromen.
  • Die gesetzlichen Rahmenbedingungen aus EU TPD, Tabakerzeugnisgesetz und Tabaksteuergesetz gelten für beide Systeme gleichermaßen – entscheidend ist, dass Sie auf konforme, geprüfte Produkte setzen.
  • Für viele Nutzer ist eine Kombination ideal: mit Prefilled Pods starten, schnell Erfolgserlebnisse haben und bei wachsendem Interesse und höherem Verbrauch auf nachfüllbare Pods im selben System wechseln.

FAQ: Häufige Fragen zu Nachfüll-Pods und Prefilled Pods

Sind nachfüllbare Pods grundsätzlich günstiger als Prefilled Pods?
In der Regel ja – nach der Anfangsinvestition in Gerät und Pods liegen die laufenden Kosten für Liquid meist 20–40 % unter denen von Prefilled-Pod-Systemen, insbesondere bei Vielnutzern.

Wie oft muss ich bei einem nachfüllbaren Pod die Coil wechseln?
Je nach Liquid (besonders süße Sorten setzen schneller zu) und Nutzungsverhalten liegt der Praxiserfahrungswert bei 1–3 Wochen pro Coil oder Pod.

Sind Prefilled Pods sicherer als nachfüllbare Pods?
Beide Systeme unterliegen denselben gesetzlichen Vorgaben. Entscheidend ist, dass es sich um konforme Produkte mit korrekter Kennzeichnung, Steuerabfuhr und – idealerweise – unabhängigen Laborprüfungen handelt.

Kann ich Nikotinsalz-Liquids in jedem nachfüllbaren Pod nutzen?
Viele MTL-Podsysteme sind dafür ausgelegt, solange Sie im moderaten Nikotinbereich bleiben und sich an die Leistungsangaben des Herstellers halten. High-Strength-Nikotinsalz sollte dagegen nicht mit sehr niedrigen Widerständen und hohen Leistungen kombiniert werden.

Was mache ich mit leeren Pods und Geräten?
Leere Prefilled Pods und defekte E-Zigaretten gehören nicht in den Hausmüll. Nutzen Sie die Sammelstellen für Elektroaltgeräte im Handel oder kommunale Wertstoffhöfe. Informationen zur Registrierung verantwortungsvoller Hersteller finden Sie im Verzeichnis der Stiftung EAR.


Disclaimer

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. E-Zigaretten und Liquids sind Produkte für erwachsene Konsumenten. Wenn Sie gesundheitliche Vorerkrankungen haben, schwanger sind, Medikamente einnehmen oder unsicher sind, ob Nikotin für Sie geeignet ist, wenden Sie sich vor der Nutzung an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.


Quellen

Michael

Rezension von: Michael

Hallo! Ich bin Michael vom offiziellen ELFBAR Germany Team.
Als leidenschaftlicher Vaper und ehemaliger Raucher kenne ich die Herausforderungen des Umstiegs aus eigener Erfahrung.
Hier im Blog teile ich praktische Tipps, beantworte eure Fragen und halte euch über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Gemeinsam machen wir Vaping einfach und verständlich!

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