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Welche E-Zigarette für Nikotinsalz Liquids?

Michael
Rezension von: Michael

Welche E-Zigarette für Nikotinsalz-Liquids?

Nikotin­salt-E-Liquids haben den Markt für Pod-Systeme grundlegend verändert: Sie liefern auch bei moderaten Leistungen einen schnellen und gleichmäßigen Nikotin­effekt mit angenehm sanftem Zuggefühl. Damit das funktioniert, braucht es jedoch das passende Gerät. Nicht jede E-Zigarette ist für Nikotinsalz ausgelegt – falsche Kombinationen führen zu Kratzen im Hals, Übelkeit oder schnell verschlissenen Coils.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Gerätetypen sich für Nikotinsalz-Liquids eignen, welche Sie besser meiden und wie Sie ein Setup auswählen, das zu Ihrem Dampfverhalten passt. Praxiswerte aus dem Fachhandel, Informationen aus der EU-Tabak­produkt­richtlinie und deutsche Rechts­grundlagen helfen Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Adult vaper using a compact pod system with nicotine salt e-liquid at a desk, bottle and pod clearly visible


1. Grundlagen: Was macht Nikotinsalz-Liquids besonders?

1.1 Chemischer Unterschied zu „normalem“ Nikotin

Klassische E-Liquids enthalten sogenanntes Freebase-Nikotin. Dieses liegt in einer chemischen Form vor, die den pH-Wert eher basisch macht und dadurch für stärkeren „Throat Hit“ (Kribbeln/Kratzen im Hals) sorgt – insbesondere bei höheren Nikotin­stärken.

Nikotin­salt-Liquids kombinieren Nikotin dagegen mit einer organischen Säure (z.B. Benzoesäure). Dadurch sinkt der pH-Wert der Lösung. Ergebnis: Das Liquid fühlt sich deutlich milder im Hals an, obwohl die Nikotin­konzentration hoch sein kann. Dieser Effekt ist der Hauptgrund, warum viele Umsteiger von Tabak­zigaretten Nikotinsalze als angenehm empfinden.

1.2 Wirkprofil: Schnell, gleichmäßig – aber nicht „stärker“

Nikotin­salt-Liquids werden vom Körper häufig als „gleichmäßiger“ empfunden. Der Nikotin­effekt tritt zügig ein, die Dampf­erfahrung bleibt aber sanft. Einige Nutzer schließen daraus, Nikotinsalze seien automatisch „stärker“. Das ist ein typischer Mythos.

Entscheidend ist die Konzentration (mg/ml) und die aufgenommene Dampfmenge, nicht die chemische Form allein. Ein 20 mg/ml Nikotin­salt-Liquid in einem moderaten Pod-System liefert in der Praxis einen ähnlichen Nikotin­input wie ein 18–20 mg/ml Freebase-Liquid – nur mit deutlich weniger Kratzen im Hals. Für die Gerätewahl bedeutet das: Man braucht keine extrem leistungsstarken Verdampfer, um Nikotinsalze als „satt“ zu empfinden.

1.3 Rechtlicher Rahmen: Konzentrations- und Tanklimits

In der EU gilt die Tabak­produkt­richtlinie 2014/40/EU. Sie begrenzt die Nikotin­konzentration in E-Liquids für Verbraucherprodukte auf 20 mg/ml und die Füllmenge von Nachfüllbehältern auf 10 ml. Diese Regeln gelten unabhängig davon, ob es sich um Nikotin­salt oder Freebase handelt.

In Deutschland setzt das Tabakerzeugnisgesetz diese Vorgaben um. Zusätzlich begrenzt es die Füllmenge von Einweg-E-Zigaretten (geschlossene Systeme) auf 2 ml pro Kartusche oder Pod, wie aus dem Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de/tabakerzg hervorgeht. Für Ihre Gerätewahl heißt das: Seriöse Produkte bewegen sich bei Tank- bzw. Podvolumen und Nikotin­stärke immer innerhalb dieser Grenzen.


2. Welche Gerätetypen eignen sich für Nikotinsalz-Liquids?

2.1 Pod-Systeme mit moderater Leistung (empfohlen)

Für Nikotin­salt-Liquids haben sich Pod-Systeme etabliert, die auf moderate Leistungen und einen Zug wie bei einer Tabakzigarette (MTL, Mouth-to-Lung) ausgelegt sind. Aus der Praxis von Shoptechnikern und erfahrenen Dampferinnen und Dampfern ergibt sich ein sinnvolles Arbeitsfenster:

  • Coil-Widerstand: ca. 0,6–1,8 Ω
  • Leistung (Watt): ca. 8–18 W
  • Zugtechnik: MTL oder restriktives RDL (Restriktives Direct Lung)

In diesem Bereich liefern Nikotinsalz-Liquids einen kräftigen, aber noch angenehmen Throat Hit. Die Dampfmenge bleibt moderat, sodass die Nikotinaufnahme gut kontrollierbar ist. Gleichzeitig schont die moderate Leistung die Coils, was die Lebensdauer der Pods erhöht.

Für ein unbedenkliches Dampferlebnis sollten Sie stets auf laborgeprüfte Reinheit bei Nikotinsalz Liquids achten.

2.2 Einweg-E-Zigaretten mit Nikotinsalz

Einweggeräte mit Nikotinsalz-Liquid sind auf genau dieses Nutzungsprofil abgestimmt. Sie kombinieren Mesh-Coils (fein strukturierte Drahtnetze für gleichmäßige Verdampfung), fest voreingestellte Leistungen und straffe MTL-Züge.

Ein typisches Beispiel ist die ELFBAR 800 Blue Razz Lemonade mit 2 ml Nikotinsalz-Liquid (20 mg/ml) und Mesh-Coil. Das Gerät liefert bis zu rund 800 Züge bei konstantem Geschmack und Nikotindampf und bleibt dabei im legalen Rahmen des Tabakerzeugnisgesetzes. Für Einsteigerinnen und Einsteiger, die Nikotinsalz testen möchten, ist ein solches Einweggerät eine unkomplizierte Option.

2.3 Wiederbefüllbare Pod-Systeme

Wer mehr Kontrolle über Geschmack und Verbrauch sucht, greift zu wiederbefüllbaren Pod-Systemen. Hier wird der Pod mit Nikotinsalz-Liquid nachgefüllt, während das Basisgerät (Akku, Elektronik) längerfristig genutzt wird.

Für Nikotinsalz ist entscheidend, dass das Gerät Leistung und Widerstand im oben genannten Fenster anbietet. Das ELFA MASTER Dusty Pink Basisgerät beispielsweise arbeitet abhängig vom verwendeten Pod im Bereich von 9–12 W (bei 1,1 Ω-Pods) bzw. 15–18 W (bei 0,8 Ω ELFA Turbo Pods). In Kombination mit passenden ELFA Prefilled Pods oder ELFA Refillable Pods entsteht ein Setup, das exakt auf Nikotinsalz-Liquids abgestimmt ist.

Ein Merkmal für seriöse Hersteller sind nachvollziehbare Chargennummern bei Nikotinsalz Liquids auf der Verpackung.

2.4 Warum Sub-Ohm-Geräte für Nikotinsalz ungeeignet sind

Leistungsstarke Sub-Ohm-Geräte sind für große Dampf­wolken und direkte Lungenzüge (DL) gebaut. Typische Kennwerte:

  • Coil-Widerstand: deutlich unter 0,6 Ω
  • Leistung: häufig 40–100+ W
  • Zugtechnik: offener DL-Zug mit sehr hoher Dampfmenge

Mit Nikotinsalz-Liquids – insbesondere mit hohen Stärken (18–20 mg/ml) – ist diese Kombination nicht empfehlenswert. Die Dampf­menge pro Zug ist so hoch, dass in sehr kurzer Zeit extrem viel Nikotin aufgenommen wird. Erfahrungsberichte aus Fachforen wie dem E-Rauchen-Forum zeigen, dass dies schnell zu Übelkeit, Kopfschmerzen und starkem Kratzen führen kann. Sub-Ohm-Setups sollten, wenn überhaupt, nur mit sehr niedrigen Nikotin­salt-Konzentrationen genutzt werden und sind für typische MTL-Umsteiger schlicht unnötig.


3. Technische Parameter: So lesen Sie Spezifikationen richtig

3.1 Widerstand (Ohm), Watt und Nikotinsalz – wie hängt das zusammen?

Widerstand (Ω) und Leistung (W) bestimmen, wie heiß die Coil wird und wie viel Liquid sie in welcher Zeit verdampft. Für Nikotinsalz-Liquids hat sich folgendes Praxisspektrum bewährt:

  • 0,8–1,2 Ω bei 10–18 W: kräftiger, aber noch gut kontrollierbarer Throat Hit, ideal für viele Umsteigerinnen und Umsteiger.
  • 1,2–1,8 Ω bei 8–12 W: sehr sanft, eher für sensible Nutzer oder sehr häufiges Dampfen.

Unsere Auswertung typischer Tagesprofile zeigt: Wer 15–20 Zigaretten pro Tag geraucht hat, fühlt sich mit etwa 18–20 mg/ml Nikotinsalz in einem 0,8–1,2 Ω Pod bei 12–15 W in den meisten Fällen ausreichend versorgt. Wichtig ist, die Leistung nicht unnötig hoch zu setzen – ein „aufdrehen“ auf 20+ W mit Nikotinsalz führt häufig zu harschem Geschmack und zu schneller Nikotinaufnahme.

3.2 Akkukapazität: Wie viel mAh brauchen Sie für Nikotinsalz?

Nikotin­salt-Liquids werden meist in kompakten MTL-Pods verdampft. Der Stromverbrauch ist daher deutlich geringer als bei großen DL-Geräten. Erfahrungswerte aus dem Fachhandel:

  • 500–1000 mAh: Reicht für die meisten MTL-Nutzer für einen kompletten Tag (ca. 150–250 Züge), insbesondere bei 10–15 W.
  • < 400 mAh: Eher für Gelegenheitsdampfer; hier ist ein Nachladen im Laufe des Tages realistisch.

Das ELFA MASTER Dusty Pink beispielsweise bringt einen 850 mAh Akku mit USB-C-Schnellladung mit. In der Praxis decken 850 mAh bei moderater Leistung (9–15 W) für viele Nutzerinnen und Nutzer einen vollen Tag ab. Wer sehr viel dampft, sollte zu einem Zweitgerät oder Ladeoptionen unterwegs greifen.

3.3 Mesh-Coils und PG/VG-Verhältnis

Viele Nikotinsalz-Liquids sind mit einem relativ hohen PG-Anteil (Propylenglykol) formuliert, um einen klaren Geschmack und einen definierten Throat Hit zu liefern. Pod-Systeme für Nikotinsalz arbeiten optimal mit eher dünnflüssigen Liquids (z.B. 50/50 PG/VG). Dickflüssige High-VG-Liquids (z.B. 30/70) führen in kleinen Pods schnell zu Nachflussproblemen.

Mesh-Coils verteilen die Verdampferfläche sehr gleichmäßig. In Kombination mit geeigneten Liquids sorgen sie für stabilen Geschmack bis zum Ende der Podlebensdauer. Warum Mesh hier Vorteile bietet, erklärt der Beitrag zu den Vorteilen von Mesh Coils für intensiven E-Liquid Geschmack im Detail.


4. Praxisleitfaden: Das passende Nikotinsalz-Setup auswählen

4.1 Entscheidungstabelle: Welches Gerät passt zu Ihrem Profil?

Die folgende Übersicht hilft Ihnen, das richtige Gerät für Nikotin­salt-Liquids zu finden.

Nutzerprofil Zugverhalten Empfohlener Gerätetyp Typische Specs Nikotin­salt-Stärke (Startwert)
Gelegenheitsdampfer (ehemals < 10 Zigaretten/Tag) wenige Züge über den Tag verteilt Kompaktes Pod-System oder Einweggerät mit MTL-Zug 1,0–1,6 Ω, 8–12 W, 500–800 mAh 10–12 mg/ml
Standard-Umsteiger (10–20 Zigaretten/Tag) regelmäßige kurze Züge Pod-System mit festem oder einstellbarem Wattbereich 0,8–1,2 Ω, 10–15 W, 800–1000 mAh 18–20 mg/ml
Starker Raucher/Power-User (> 20 Zigaretten/Tag) häufige, tiefere Züge Leistungsstarkes MTL-Pod-System mit größerem Akku 0,6–1,0 Ω, 12–18 W, ≥ 1000 mAh 18–20 mg/ml, später moderat senken

Die Nikotin­stärken sind Startwerte. Viele Nutzer reduzieren nach einigen Wochen in 3–6 mg-Schritten, wenn der Throat Hit zu kräftig erscheint oder sich der Konsum insgesamt stabilisiert.

Für eine ausführlichere Herleitung hilft der Artikel zur richtigen Nikotinstärke für Pod-Systeme.

4.2 Beispiel-Setups aus der Praxis

Beispiel 1: Einfach starten mit Einweggerät
Eine Umsteigerin, die vorher ca. 15 Zigaretten pro Tag geraucht hat, wählt eine ELFBAR 800 Blackberry Ice. Das Gerät enthält 2 ml Nikotinsalz-Liquid mit 20 mg/ml und eine Mesh-Coil, liefert etwa 800 Züge und ist nach dem Verbrauch vollständig zu entsorgen. In der Praxis entspricht das, je nach Zugdauer, ungefähr 1–2 Schachteln Zigaretten. Vorteil: Kein Einstellen, kein Befüllen, einfach auspacken und nutzen.

Beispiel 2: Flexibel bleiben mit Pod-System
Ein Nutzer, der Wert auf unterschiedliche Geschmacksrichtungen legt, setzt auf das ELFA MASTER Dusty Pink Basisgerät in Kombination mit ELFA Prefilled Pods Apple Peach (20 mg/ml Nikotinsalz). Die Prefilled Pods werden einfach eingeklickt, das Gerät regelt die Leistung im optimalen Bereich von 9–12 W (bei 1,1 Ω-Pods) automatisch. So bleibt der Nikotin­effekt konstant, während der Geschmack beliebig gewechselt werden kann.

4.3 Kompatibilität und Sicherheit: Woran Sie seriöse Produkte erkennen

In Deutschland unterliegen E-Zigaretten und Liquids der Tabakregulierung sowie dem Steuerrecht. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft listet in der Gesetzes­sammlung zum Tabakerzeugnisgesetz die Auflagen zu Inhaltsstoffen, Füllmengen und Warnhinweisen. Zusätzlich schreibt das Tabaksteuergesetz, abrufbar z.B. über buzer.de/gesetz/8880, eine gestaffelte Steuer auf Flüssigkeiten mit Nikotin vor.

Seriöse Produkte halten diese Vorgaben ein und sind entsprechend versteuert. Hinweise sind u.a. eine klare Deklaration der Nikotin­stärke, gesetzlich vorgeschriebene Warnhinweise und das Fehlen überdimensionierter Füllmengen (z.B. deutlich über 2 ml bei Einweggeräten). Die Deutsche Zollverwaltung weist auf zoll.de zudem darauf hin, dass mit nicht versteuerten oder geschmuggelten E-Zigarettenprodukten erhebliche rechtliche Risiken verbunden sind.


5. Handling von Nikotinsalz-Liquids im Pod-System

5.1 Pods richtig füllen und vorbereiten

Damit Nikotin­salt-Liquids im Pod-System angenehm schmecken und die Coils lange halten, kommt es auf das richtige Handling an:

  1. Coil/Pod befeuchten (Priming): Nach dem Befüllen den Pod 5–10 Minuten stehen lassen, damit sich die Watte vollständig mit Liquid vollsaugt.
  2. Primer-Züge nehmen: 2–3 Züge ohne Feuern (nur Unterdruck durch Ziehen erzeugen). Das sorgt für einen gleichmäßigen Liquid­nachfluss.
  3. Leistung moderat starten: Falls das Gerät einstellbar ist, im unteren empfohlenen Wattbereich beginnen und erst bei Bedarf leicht erhöhen.

Wer diese Schritte beachtet, reduziert das Risiko von Dry Hits (kokeligem Geschmack durch trockene Watte) deutlich und verlängert die Lebensdauer der Pods.

5.2 Häufige Fehler beim Dampfen mit Nikotinsalz

Im Fachhandel tauchen immer wieder ähnliche Fehlerbilder auf, die sich mit einfachen Regeln vermeiden lassen:

  • Zu viel Leistung: Ein 0,8 Ω-Pod mit Nikotinsalz bei 20+ W führt oft zu aggressivem Geschmack und übermäßigem Nikotin­input. Besser im Bereich 12–15 W bleiben.
  • Falsches Liquid: Dickflüssige High-VG-Liquids in kleinen Pods verursachen Nachflussprobleme, Blubbern und Spitback. Nikotinsalz-Liquids mit ausgewogenem PG/VG-Verhältnis (z.B. 50/50) laufen deutlich stabiler. Mehr dazu im Beitrag zum PG/VG-Verhältnis für Pod-Systeme.
  • Überfüllen: Pods nur bis zur Markierung befüllen. Überfüllen führt zu Undichtigkeiten und schwachem Zug.

Wenn trotz korrekter Handhabung gelegentlich Liquid austritt, hilft der Artikel zu E-Liquid-Lecks im Pod mit konkreten Troubleshooting-Schritten.

5.3 Coil-Lebensdauer und Geschmackspflege

Wie lange Pods und Coils mit Nikotinsalz-Liquids halten, hängt stark vom Nutzungsverhalten ab. In der Praxis erreichen viele Nutzer mit wiederbefüllbaren Pods 8–12 Befüllungen, bevor der Geschmack merklich nachlässt oder sich eine dunkle Färbung der Watte zeigt.

Tipps aus der Praxis:

  • Nicht „chain-puffen“: Mehrere tiefe Züge in sehr kurzer Zeit lassen die Coil überhitzen.
  • Ähnliche Geschmacksprofile rotieren: Wer z.B. mehrere fruchtige Nikotin­salt-Liquids nutzt, kann sie in einem Pod rotieren, ohne dass sich Aromen „beißen“.
  • Rechtzeitig wechseln: Spätestens wenn der Geschmack flach wird oder leicht verbrannt wirkt, Pod oder Coil tauschen.

6. Umwelt, Entsorgung und Recht – was Nikotinsalz-Dampfer wissen sollten

6.1 Umweltgerechte Entsorgung von Geräten und Pods

Einweg-E-Zigaretten und Pods für Nikotinsalz-Liquids enthalten Elektronik und/oder Batterien. In Deutschland gilt das Batteriegesetz (BattG), nachzulesen beim Bundesumweltministerium unter bmuv.de/gesetz/batteriegesetz. Es verpflichtet Händler dazu, Altbatterien zurückzunehmen und einer fachgerechten Entsorgung zuzuführen.

Darüber hinaus müssen Hersteller ihre Geräte im Register der Stiftung EAR führen, damit die Rücknahme von Elektroaltgeräten organisatorisch abgesichert ist. Die Datenbank der Stiftung EAR ist unter ear-system.de/ear-verzeichnis öffentlich einsehbar. Für Sie als Nutzerin oder Nutzer bedeutet das: Entsorgen Sie E-Zigaretten und Pods nie im Hausmüll, sondern nutzen Sie Sammelstellen oder Rückgabemöglichkeiten im Handel.

6.2 Altersfreigabe und Jugendschutz

Nikotinsalz-Liquids und entsprechende Pod-Systeme sind in Deutschland ausnahmslos ab 18 Jahren erhältlich. Seriöse Online-Shops setzen dazu auf Versanddienstleistungen mit Altersprüfung, etwa das DHL Ident-Check-Verfahren, das auf dhl.de/ident-check erläutert ist. Dabei wird das Alter der empfangenden Person bei der Übergabe geprüft.

Für Erwachsene ist dies ein wichtiger Bestandteil eines verantwortungsbewussten Konsums. Gleichzeitig unterstreichen Branchenberichte – etwa die DEBRA-Studie zur Tabak­nutzung, abrufbar unter debra-study.info – dass E-Zigaretten in Deutschland überwiegend von erwachsenen Raucherinnen und Rauchern genutzt werden, die eine Alternative suchen. Produkte und Inhalte sollten sich konsequent an diese Zielgruppe richten.


Wichtige Erkenntnisse auf einen Blick

  • Nikotinsalz-Liquids sind chemisch so formuliert, dass sie trotz hoher Nikotin­stärken sanft im Hals bleiben.
  • Für Nikotinsalze eignen sich vor allem MTL-Pod-Systeme mit 0,6–1,8 Ω und 8–18 W. Sub-Ohm-Cloud-Chaser-Setups sind für hohe Nikotin­salt-Stärken ungeeignet.
  • Einweggeräte wie die ELFBAR 800-Serie bieten einen einfachen Einstieg, während Systeme wie das ELFA MASTER Dusty Pink mit ELFA Prefilled Pods eine langfristige, flexible Lösung darstellen.
  • Achten Sie immer auf gesetzeskonforme Füllmengen, Nikotin­stärken und Steuerkennzeichnungen; Informationen liefern u.a. TabakerzG und TabakStG.
  • Mit korrektem Handling (Priming, moderate Leistung, passendes PG/VG-Verhältnis) holen Sie aus Nikotinsalz-Liquids das Maximum an Geschmack und Konstanz heraus.

FAQ: Häufige Fragen zu E-Zigaretten für Nikotinsalz-Liquids

Welche Nikotin­stärke sollte ich für Nikotinsalz wählen?
Wer vorher ungefähr eine Schachtel Zigaretten pro Tag geraucht hat, startet oft erfolgreich mit 18–20 mg/ml in einem MTL-Pod-System. Ist der Throat Hit zu kräftig, kann in 3–6 mg-Schritten reduziert werden. Eine detaillierte Orientierung bietet der Beitrag zur richtigen Nikotinstärke für Pod-Systeme.

Kann ich Nikotinsalz-Liquids in jedem Gerät verwenden?
Technisch lassen sie sich in fast jedem Verdampfer nutzen, sinnvoll ist es aber nur in MTL- oder restriktiven RDL-Pods mit moderater Leistung. In leistungsstarken Sub-Ohm-Geräten führt die Kombination aus hoher Dampfmenge und hoher Nikotin­stärke schnell zu Unwohlsein.

Sind Nikotinsalz-Liquids gefährlicher als normales Nikotin?
Behörden wie das Bundesinstitut für Risikobewertung weisen in ihren Stellungnahmen zu E-Zigaretten auf bfr.bund.de/e-zigaretten darauf hin, dass E-Zigaretten generell ein anderes Risikoprofil haben als Tabakzigaretten. Die chemische Form des Nikotins (Freebase vs. Salz) ist dabei nur ein Aspekt unter vielen und sagt allein nichts über das Gesamtrisiko aus. Entscheidend sind die Gesamtzusammensetzung des Liquids und die sachgemäße Nutzung des Geräts.

Neben dem sanften Halsgefühl stellt sich oft die Frage, ob Nikotinsalz den Geschmack des Liquids beeinflusst.

Wie lange hält ein Pod mit Nikotinsalz-Liquid?
Bei Einweggeräten sind 500–800 Züge pro 2 ml Füllung üblich, abhängig von Zugdauer und Zugstärke. Wiederbefüllbare Pods lassen sich erfahrungsgemäß 8–12 Mal nachfüllen, bevor Geschmack und Dampfleistung nachlassen.

Kann ich mit Nikotinsalz-Liquids unterwegs reisen?
Grundsätzlich ja, wenn lokale Vorschriften beachtet werden. Im Handgepäck sollten Pods und Liquids aufrecht und auslaufsicher transportiert werden. Ein praktischer Überblick findet sich im Guide zum Reisen mit Pod-Systemen.


Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine medizinische Beratung. Nikotin ist ein suchterzeugender Stoff. Personen mit Vorerkrankungen oder Unsicherheiten zu geeigneten Produkten sollten vor der Nutzung einer E-Zigarette medizinischen Rat einholen. Zudem sind Nikotinprodukte grundsätzlich nicht für Nichtraucherinnen, Nichtraucher, Schwangere oder Jugendliche geeignet.

Michael

Rezension von: Michael

Hallo! Ich bin Michael vom offiziellen ELFBAR Germany Team.
Als leidenschaftlicher Vaper und ehemaliger Raucher kenne ich die Herausforderungen des Umstiegs aus eigener Erfahrung.
Hier im Blog teile ich praktische Tipps, beantworte eure Fragen und halte euch über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Gemeinsam machen wir Vaping einfach und verständlich!

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